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Tippspiel
SV Meppen
Mit „Wölfen“ um die Wette heulen
um Meppen. Mit den Jung-Wölfen muss der SV Meppen am heutigen Samstag ab 14 Uhr in der MEP-Arena um die Wette heulen. Eine schwierige Aufgabe gegen den Vizemeister, der von seiner starken Nachwuchsarbeit profitiert – und eine besondere Herausforderung für Neuzugang Jan-Christian Meier, der selbst aus dem VfL-„Rudel“ stammt. „Dort hat man mir das Fußballspielen beigebracht“, erklärt der gerade erst 22-jährige vielseitige Abwehrstratege.
Sechs Jahre – von den C-Junioren bis zu den Amateuren – hat der in Gifhorn geborene Meier beim VfL Wolfsburg gespielt. „Die haben mein Talent richtig gefördert.“ Mit den A-Junioren unterlag er 2008 im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen Freiburg 0:2. Doch für die Erste in der Bundesliga hat es nicht gereicht. Nach acht Punktspielen in der Regionalliga löste er seinen Vertrag vorzeitig. Für Wilhelmshaven absolvierte er 30 Regionalligapartien, für Braunschweig II 33. Aber mit beiden Teams ging er gegen seinen Ex-Club leer aus: Null Punkte, null Tore in vier Spielen. Jetzt setzt Meier auf den SVM. „Jede Serie geht mal zu Ende. Es wird höchste Zeit.“
Meier will dem VfL zeigen, was er wirklich kann. „Ich treffe viele Freunde wieder. Ich kenne die ganze Mannschaft“, erklärt er. Deshalb will SVM-Trainer Johann Lünemann noch nach dem ein oder anderen Tipp fragen. In Meppen fühlt sich Meier wohl. Hier sieht er Perspektiven – für den Verein und auch sich selbst. „Wir sind eine junge Mannschaft und wir lernen noch.“ Nach einer „katastrophalen Vorbereitung“ hätten die ersten Spiele gezeigt, „dass wir auch die Großen der Liga schlagen können“. Für Meier ist wichtig, dass er spielt. „Egal, auf welcher Position!“
Die Einsätze hat der Fußballer mit Leistung gerechtfertigt. „Ein richtiger Typ, super-sympathisch und einer der Besten“, erklärt Lünemann. Aber der Trainer fordert auch: „Er muss noch mehr machen.“
Das wird gegen Wolfsburg II nötig sein. „Die zeigen auf dem Platz, dass sie eine Bundesliga-Nachwuchsmannschaft sind“, hat Lünemann beim Spiel gegen Halle selbst erlebt. Er beschreibt den VfL als „spielerisch und technisch sehr stabil“. Nach Leipzig und Kiel kommt mit dem Vizemeister ein weiterer Topclub. In einer Woche folgt das Spiel beim favorisierten Halleschen FC. „Dann wissen wir, wie alt wir sind“, sagt Lünemann. Sein Team muss weiter entschlossen in die Zweikämpfe gehen, aber gleichzeitig bis zur letzten Minute hoch konzentriert sein . Das fällt dem Aufsteiger noch schwer. „Von der Oberliga zur Regionalliga ist es ein Quantensprung“, beschreibt Lünemann den Unterschied. Seinen Wunsch nach einem zählbaren Erfolg gegen den VfL kleidet er in saloppe Worte: „Hauptsache wir müssen nach dem Tanz mit den Wölfen nicht heulen...“
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