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Tippspiel
Sportfreunde Lotte
Sportfreunde stellen Platzwart zufrieden
Lotte. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ hallte es gestern um 20:47 Uhr durch die Lotter ConnectM-Arena. Und die Fans waren zu recht begeistert, denn mit dem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf haben sich die Sportfreunde einen satten Vier-Punkte-Vorsprung in der Regionalliga West erkämpft. „Das ist eine super Sache und ein verdienter Sieg“, lobte auch SFL-Platzwart Fred Brandt seine Blau-Weißen.
Doch vorrangiges Gesprächsthema waren gestern die arktischen Temperaturen, die sowohl den Spielern als auch den fröstelnden Zuschauern leicht zusetzte.
Die Frage des Tages, ob die Partie angesichts der Temperaturen überhaupt stattfinden könne, war aber schnell vom Tisch. Denn das im Eisschrank ConnectM-Arena überhaupt gespielt werden konnte, lag auch an Platzwart Fred Brandt. Der 67-jährige ist seit Anfang des Jahres mit dafür zuständig, dass sich der Rasen möglichst immer in einem bespielbaren Zustand befindet.
„Aber das mache ich nicht alleine. Dafür sorgt ein ganzes Team um Manfred Wilke herum, der auch mal selbst den Rasen mäht oder den Platz abkreidet“, sagt Brandt. Und mit Blick aufs Sportliche ergänzt er: „Man sollte auch im Winter versuchen zu spielen, damit die Tabelle nicht noch schiefer wird.“
Dabei war der Rasen wie erwartet knüppelhart gefroren, wie er zugab: „Wir haben nach dem Schalke-Spiel den Rasen sofort wieder begradigt und ihn geebnet. Da konnte der danach einsetzende Frost keinen großen Schaden mehr anrichten“, berichtet der SFL-Greenkeeper, der übrigens nicht nur für die Rasenpflege zuständig ist: „Ich bin Stadionwart und Hausmeister zugleich; und ich schaue auch mal danach, ob im Stadion die technischen Einrichtungen funktionieren oder nicht.“
Zu seinem Job ist er quasi gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Denn der frühere Kfz-Meister, Diplom-Pädagoge und jetzige Rentner sprach einfach Obmann Manfred Wilke an, als er davon hörte, dass für diese Funktion jemand gesucht werde. Das hat er nach eigenen Angaben bislang auch nicht bereut. Und so ist nun der Mann für alle Fälle.
Während des Spiels musste er gestern übrigens nicht nur der Temperaturen wegen zittern. In Halbzeit eEins zuckte er nach zehn Minuten bei einer Düsseldorfer Doppelchance zusammen, als der Ball nur mit viel Glück nicht im SFL-Tor landete. „Glück muss man auch haben. Es sind heute eben unkalkulierbare Platzverhältnisse“, unkte Brandt. Und kurz vor der Pause rief er bei einer vergebenen Kotuljac-Chance: „Mensch, da hätte er mehr draus machen müssen.“
Umso mehr jubelte er schließlich beim 1:0 von eben diesem Kotuljac. „Super, das hat er klasse gemacht“. Zwar hätte der Sieg am Ende höher ausfallen müssen, doch letztlich überwog bei Brandt die Zufriedenheit.
Gestern musste er keine Angst um die vielen Rasenhalme haben, schließlich war das Geläuf hart gefroren. Das war bei einigen Todesgrätschen im Spiel gegen Schalke schon ganz anders. „Da mussten wir schon viele Rasenstücke wieder begradigen, damit der Rasen keinen Schaden nimmt“.
Und so konnte er am Ende wieder in Ruhe den kurzen Heimweg antreten. Doch vorher schaltete Fred Brandt im Stadion als Letzter zunächst wieder das Licht aus. Wie gesagt: Fred Brandt, der Mann für alle SFL-Fälle.
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