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Die Perspektive in Lotte passt für „Kotte“
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Autor: Carsten Richter 09. Februar 2012 16:35 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Sportfreunde-Neuzugang Aleksandar Kotuljac will heute nachlegen

Die Perspektive in Lotte passt für „Kotte“

LOTTE. Auf ihn und auf seine Tore ist Verlass. Aleksandar Kotuljac ist der spektakulärste Winter-Neuzugang bei den Sportfreunden Lotte. Und seine Vorgabe für die heutige Begegnung gegen die Reserve von Fortuna Düsseldorf (19 Uhr, ConnectM-Arena) ist klar: „Wir müssen nun ins Rollen kommen, damit wir weiter Siege feiern können.“

 
Viel Feind, viel Ehr: Aleksandar Kotuljac (Mitte) hatte es jüngst im Test gegen Schalke II häufig gleich mit mehreren Gegenspielern zu tun. Doch der robuste Wühler hat kein Problem damit, auch dorthin zu gehen, wo es wehtut.Foto: Mrugalla  Vergrößern

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Dabei machte der 30-Jährige bislang schon deutlich, was man von ihm erwarten darf: Einsatzwille, Zweikampfstärke, Führungsqualitäten und Tordrang. Nicht umsonst zollt ihm Trainer Maik Walpurgis auch nach der kurzen Zeit schon ein großes Lob: „Er kann Spiele ganz alleine entscheiden, und er ist der Mann für die wichtigen Tore. Und davon brauchen wir jetzt noch ganz, ganz viele.“

Wie recht der SFL-Coach hat, zeigen allein zwei Treffer, die Aleksandar Kotuljac in der Vergangenheit noch im Trikot des VfL Osnabrück erzielte. Zum einen war da am 8. Mai 2010 das goldene Tor in Burghausen, wodurch der VfL die Rückkehr in die Zweite Bundesliga schaffte. Und am 10. September vergangenen Jahres erzielte er ebenfalls den einzigen Treffer, durch den die Lilaweißen im Derby den Rivalen Preußen Münster besiegten. Seine Erfahrung wird auch dadurch veranschaulicht, dass der Vollblutstürmer in der Zeit von 2007 bis 2009 sogar auf 48 Zweitligaeinsätze (9 Tore) für die Spielvereinigung Greuther Fürth kam – und mit dieser Vita kann er sich sicherlich in der Regionalliga blicken lassen.

Inzwischen hat sich „Kotte“ in Lotte bereits sehr gut eingelebt. Denn nach seiner Verpflichtung traf er gegen Havelse und Schalke je einmal. Und da macht es ihm auch wenig aus, dass er nun eher in kleineren Stadien und vor weniger Fans spielen wird: „Das wusste ich vorher, aber mir war wichtig, dass ich überhaupt wieder spiele.“

Man sollte nach seiner Meinung auch den VfL und die Sportfreunde nicht miteinander vergleichen: „In Osnabrück wäre mein Vertrag im Sommer ausgelaufen. Und ob ich bis dahin noch gespielt hätte, war unklar. In Lotte passte einfach alles, da ich auch ein ordentliches Angebot erhalten hatte. Ich habe jetzt einen Vertrag bis 2013 und darf auch spielen. Und mit der Option, aufsteigen zu können, musste ich nicht lange überlegen.“

Dabei wusste Kotuljac bis zu seinem Wechsel noch gar nicht so viel über die Sportfreunde. „Aber der Henning Grieneisen hat mir öfter mal was erzählt, und insofern war ich schon einigermaßen im Bilde“, erklärt er. Möglicherweise trifft er ja in der nächsten Saison auf seinen ehemaligen Arbeitgeber. Dass das schon etwas Prickelndes hätte, gibt er offen zu: „Wenn wir in die Dritte Liga aufsteigen und der VfL gleichzeitig drinbleibt, dann kann Lotte auf lange Sicht schon zur Konkurrenz werden“, glaubt er.

Nicht unwichtig war bei seinem Wechsel übrigens auch, dass der 1,80 m große und bullige Angreifer nicht umziehen muss, sondern weiter in Osnabrück wohnen bleiben kann. „Die Familie ist mir sehr wichtig, zumal wir uns in der Region auch richtig gut eingelebt haben.“ Einen persönlichen Wunsch hat der gebürtige Serbe auch noch: „Ich möchte von schweren Verletzungen verschont bleiben, denn ich möchte jetzt in Lotte wieder richtig angreifen.“

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