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„Das muss jetzt Ansporn sein“
Sfl Sportfreunde Lotte

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Autor: Susanne Fetter 30. Januar 2012 00:00 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Trier verliert – Lotte mit vier Punkten Vorsprung auf Gladbach

„Das muss jetzt Ansporn sein“

Lotte. Ganz ernst war die Frage nicht gemeint, dafür trug sie umso mehr zur Erheiterung bei der Pressekonferenz in der Connect-M-Arena bei. 2:0 hatten die Sportfreunde Lotte am Freitag die Partie der Fußball-Regionalliga West gegen Schalke II gewonnen, doch das Thema kreiste schnell um Kai Bastian Evers. Der Außenverteidiger hatte im Kader gefehlt.

 
Vor dem Absprung: Florian Rüther. Foto: Manfred Mrugalla  Vergrößern

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Sein Spitzname: „Verkehrs-Kai“ – in Anlehnung an einen Moderator, der im Radio über die Lage auf den Straßen berichtet. Als ein Journalist wissen wollte, ob „Verkehrs-Kai im Stau“ gestanden habe, da war es beinahe um die Contenance des Trainers geschehen. „Nein“, sagte Maik Walpurgis und lachte. Der Grund sei „ein Missverständnis“ gewesen.

Macher Manfred Wilke klärte später auf: „Wir hatten eine Serverumstellung im Büro. Dabei sind einige Mails verschüttgegangen.“ Darunter eine, in der es um die Verlängerung der Spielberechtigung für Evers ging. „Mittlerweile ist alles erledigt“, sagt Wilke. Evers darf bald wieder ran.

Auch ohne ihn baute Lotte die Tabellenführung in der Regionalliga West aus – mit Unterstützung des SC Idar-Oberstein. Der Tabellen-Vorletzte gewann bei Eintracht Trier mit 1:0. Mit 42 Zählern thronen die Lotter auf Platz eins. Trier ist Dritter (37). Dazwischen schob sich Mönchengladbach II (38), das 2:1 gegen Elversberg gewann.

„Das war überraschend“, sagte Walpurgis: „Das belegt aber auch das, was ich immer predige: Die Liga ist unberechenbar. Mit 90 Prozent Leistung kann man nicht gewinnen.“ Auch die Lotter müssen noch in Idar-Oberstein ran. Das Nachholspiel wurde erneut verschoben – auf Mittwoch, den 28. März.

Weshalb Trier stolperte? Damit das interessiert Walpurgis wenig. „Wir schauen nur auf uns“, erklärte er. Ein wenig aber schaut er natürlich auch auf die anderen. „Na ja, wenn ein Konkurrent Punkte lässt, nehmen wir das schon gerne zur Kenntnis.“

Viel verändert habe sich aber nicht. „Es bleibt ein Dreikampf. Die vier Punkte Vorsprung, die wir jetzt haben, dürfen wir nicht als Ruhepolster sehen“, warnte er, „sie müssen Ansporn sein.“

In der nächsten Woche geht es gegen Dortmund, das Kotrainer Ovid Hajou am Samstag in Leverkusen 2:1 siegen sah. „Die Erkenntnis aus dem Hinspiel hat sich bestätigt“, sagte Walpurgis, „Dortmund ist sehr stark.“

Evers wird dann wieder im Kader stehen, einige andere könnten Lotte vorher verlassen. Sicher ist: Ersatzkeeper Vasileios Smyridis geht zur Reserve. Florian Rüter steht mit Rödinghausen und RW Ahlen in Kontakt, wohin bereits Maximilian Dahlhoff ging. Möglich, dass noch ein weiterer Spieler geht.

Der Mitarbeiter, dem das Missgeschick im Büro passierte, darf übrigens bleiben. „Wo gearbeitet wird, passieren eben auch Fehler“, sagte Wilke. Die Gelassenheit dürfte ihm nach dem Wochenende nicht schwergefallen sein.

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