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Tippspiel
Sportfreunde Lotte
Die Sportfreunde-Fans wollen alles geben
Lotte. Nur noch drei Tage sind es bis zum Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga zwischen den Sportfreunden Lotte und dem SC Preußen Münster (Samstag, 14 Uhr). Zu diesem Spiel machen natürlich auch die Fans mobil, daher sind im Stadion besondere Fanaktionen geplant.
Der Leiter des Fanclubs Lotte, Thomas Völler, plant seit Wochen Aktionen, die dann die Stimmung verbessern sollen. „Auf der Haupttribüne könnten wir möglicherweise blaue Fähnchen auslegen, die in der Mitte in Weiß die drei Buchstaben ,SFL‘ hervorheben. Eine weitere Alternative wären blaue Papptafeln, die wir beim Einlaufen der Mannschaften hochhalten könnten. Irgendeine Choreografie werden wir garantiert machen, da sollen sich die Zuschauer ruhig etwas überraschen lassen.“ Bengalische Feuer werden es aber nicht sein, da die Anhänger das dem Verein schon vor Jahren versprochen hätten.
Rund 5000 Zuschauer werden zum Spiel erwartet – und da wollen die Lotter Fans natürlich auch eine gute Figur abgeben, sagt der 36-Jährige: „Wir wissen, dass viele Fans und Ultras aus Münster kommen, die gehörig Stimmung machen wollen. Wir hoffen aber darauf, dass unsere Mannschaft im Spiel schnell in Führung geht, damit die Gästefans ruhiger werden und wir denen Paroli bieten können.“
Dabei sorgt die alte Rivalität der beiden Fangruppen seit jeher für Aufsehen. Denn Preußen Münster ist nach den Angaben des Außendienstlers die einzige Mannschaft der Regionalliga, mit deren Fans sich der Sportfreunde-Anhang nun gar nicht versteht. Negativer Höhepunkt waren da beispielsweise im Hinspiel einige Becherwürfe aus dem Münsteraner Block, die die Lotte- Fans abbekamen.
„Es ist eben so, dass in jedem Verein ein paar solcher Idioten rumlaufen, und in Münster sind es eben ein paar mehr. Wir werden uns für diese Aktionen aus dem Hinspiel aber nicht revanchieren, denn auf dieses Niveau lassen wir uns nicht herab.“
Deutliche Worte von Thomas Völler, der im Lotter Fanblock im Trikot mit der Nummer 12 immer laustark den Ton angibt. Die Rückennummer seines blauen Trikots dokumentiert dabei, dass die Fans hinter der Mannschaft den zwölften Mann stellen.
Dass am Samstag beide Fangruppen direkt nebeneinander stehen, ist nach seiner Einschätzung aber kein Problem. Thomas Völler dazu: „Dazwischen ist ja eine Polizeikette und ein Zaun, der nicht überklettert werden kann. Da sehe ich keine Gefahr“.
Und doch ist die Abneigung gegenüber den Gästen in jedem seiner Worte klar zu spüren. „Wir legen keinen Wert auf ein gutes Verhältnis zu den Münster-Fans. Mit denen würden wir niemals ein Bier trinken, was mit den Anhängern jedes anderen Regionalligisten aber kein Problem wäre.“
Doch was letztlich nur zählt, ist am Samstag natürlich der Erfolg der Sportfreunde. „Das ist jetzt nach der Niederlage in Wuppertal ein entscheidendes Spiel, das wir gewinnen müssen. Denn ich hoffe, dass wir am Ende aufsteigen und nicht – so wie letztes Jahr – Zweiter werden. Da waren wir im Winter zwar Erster, hatten im neuen Jahr auch noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand, die wir aber nicht gewonnen haben, wodurch dann Saarbrücken aufstieg. Das muss jetzt natürlich ganz anders werden. Wir haben zwar sonst gegen Münster nicht immer gut ausgesehen; daher sind wir nun mal dran, um gegen die einen Dreier einzufahren. Wir Fans werden jedenfalls alles geben!“
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