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Das große Puzzle ist fast fertig
Osnabrück. Dieser Tage bekommt Bernd Stegmann besonders wenig Schlaf. Als Organisationsleiter des Motorsport-Clubs Osnabrück (MSC) koordiniert er die Vorbereitungen für das 44. Rennen am „Uphöfener Berg“, das am kommenden Wochenende stattfindet.
„Wir machen das ja alles ehrenamtlich“, erzählt Stegmann. Seine Planungsaufgaben laufen das ganze Jahr über, quasi von Rennen zu Rennen. „Ich habe mir angewöhnt, mich abends ab halb elf an den Schreibtisch zu setzen“, sagt er, tagsüber stünden der Job und die Familie im Vordergrund. Ein Motorsport-Spektakel dieser Größe sei vielschichtig: „Ich setze immer wieder aufs Neue ein 10000er-Puzzle zusammen, momentan bin ich beim Puzzlestück 9932“, verdeutlicht Stegmann .
Seine schwerste Aufgabe, meint er, bestehe darin, die verschiedenen Motorsport- und Bergmeisterschaften sowie die Marken-Cups auf ein Rennwochenende zu terminieren. „Fahrer und Verbände haben ihre eigenen Vorstellungen und Anforderungen an solche Events“, erklärt Stegmann.
Über mangelnde Abwechslung können sich die Zuschauer aber in diesem Jahr nicht beklagen: Am „Uphöfener Berg“ findet zum Beispiel der 6. Lauf zur deutschen Automobilbergmeisterschaft statt, bei dem Tourenwagen und offene Rennsportwagen starten. Im Sportwagen-Bergcup präsentieren sich eine Reihe von Formel-3000, Formel-3 und offene Gruppe C-Sportwagen. Als ein „Muss“ für alle Tuning-Fans gilt der KW Bergcup Gruppe H. Ob VW Polo, Opel Corsa, Ford Escort, VW Scirocco – die Hobbypiloten und passionierten Schrauber wollen ihre aufgerüsteten Autos bis an die Grenzen ausgefahren.
Wo jedoch rasante Rennen ausgetragen werden, ist Sicherheit natürlich auch ein Thema. „Wir haben bereits 3000 Reifenpakete entlang der Strecke aufgestellt“, erzählt der Cheforganisator. Seit längerer Zeit verfüge die Bahn zudem über doppelte Leitplanken. Stegmann betont, die Kommissare des Deutschen Motor-Sport-Bunds (DMSB) hätten erst im letzten Jahr wieder bescheinigt, dass „der Uphöfener Berg die sicherste Strecke im Bergrennsport sei.“
Für einen reibungslosen Ablauf des Traditionsrennens sollen rund 400 Helfer sorgen, darunter auch Kräfte vom Rettungsdienst, Technischen Hilfswerk und der Feuerwehr. „Immerhin erwarten wir bei schönem Wetter bis zu 20000 Besucher“, hofft Stegmann. Ein wenig Sorgen bereitet ihm derzeit noch die Unterbringung der vielen Fahrer: „Zwar reisen viele mit Wohnmobilen an, aber ein paar bevorzugen Hotelzimmer“, berichtet Stegmann, „und ausgerechnet an diesem Wochenende sind aufgrund des Deutschen Wandertages viele Hotels ausgebucht.“
Bis zum Beginn des Motorsportevents am Samstag wird Stegmann daher wohl noch ein, zwei Nächte am Schreibtisch sitzen – bis das letzte Teil im 10000er-Puzzle seinen Platz gefunden hat.
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