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Über vier Jahrzehnte Rennsport am Uphöfener Berg
Osnabrück. Seit über vier Jahrzehnten zählt das Osnabrücker Bergrennen zu den Highlights im Veranstaltungskalender des MSC.
Die Landstraße zwischen Uphöfen und Holte erwies sich als gute Wahl – trotz immer neuer Probleme, die die Organisatoren in den kommenden Jahren noch plagen sollten. „Den besten Kompromiss zwischen Zuschauerunterbringung und Rennstrecke bietet die Landstraße zwischen Holte und Uphöfen, der Uphöfener Berg", so die Vereinschronik.
Tödlicher Unfall
1970 überschattete der bisher einzige folgenschwere Unfall beim Borgloher Bergrennen die Veranstaltung: Der Osnabrücker Heinz Brosch starb nach dem Aufprall auf einen Baum. Im folgenden Jahr waren erstmals Formel 3-Fahrzeuge in Borgloh zu Gast. Und nach dem Unfall im Vorjahr mehr Zuschauer als je zuvor. Dafür plagten die Veranstalter in den 70er Jahren immer härtere Auflagen für die Genehmigungen. Zusätzliche Sicherungen mußten an den Leitplanken angebracht werden, um die eigentlich geforderte doppelte Leitplanke zu ersetzen. Reifenpakete sicherten die bis dahin unbefestigten Kurven. Kurz: Jede Menge Arbeit vor, während und nach den Rennen. Den neuen Herausforderungen begegnete der Verein mit neuen Antworten: Bernhard Lehmkuhl, damals Obmann der Streckensicherung, konstruierte und baute eine Maschine, mit der der Verein Reifen-Pakete herstellen kann.
Gegen Ende der 70er Jahre gelang es dem MSC in langen Verhandlungen mit dem Landkreis, den Ausbau der Strecke mit doppelten Leitplanken zu erreichen. Versuche, auch wieder Motorräder am Berg starten zu lassen,scheiterten daran, dass die OMK und die ONS grundverschiedene Sicherheitsvorkehrungen forderten. Die dadurch notwendigen Umbauten an der Strecke waren für den Veranstalter nicht tragbar.
1980 gingen dann erstmals Formel II-Fahrzeuge beim Osnabrücker Bergrennen an den Start. Spätestens in diesen Jahren avancierte das Osnabrücker ADAC-Bergrennen zu einer Spitzenveranstaltung. Allerdings teilten nicht alle die Freude der Zuschauer, Fahrer und Veranstalter: „Einige der Naturschutzverbände hatten sich geschworen, das Bergrennen muss weg. Dafür ließen sie aufmarschieren was sie hatten", lässt die Jubiläumsfestschrift des Vereins keine Zweifel aufkommen, wie persönlich auch der MSC die Sache selbst im Jubiläumsjahr noch nahm: „Eine Umweltverträglichkeitsstudie musste erstellt werden. Diese untersuchte das Terrain 14 Tage vor und nach der Veranstaltung. Als diese zu gut ausfiel, wurde von einer Gefälligkeitsstudie gesprochen. Plötzlich wurden überall schützenswerte Biotope entdeckt. Die Wiese am Königsbach wurde zur Auwiese erklärt. Die Heuschrecken auf der Holtkampwiese standen plötzlich auf der roten Liste. In jedem Jahr standen wir am Start und erwarteten eine einstweilige Verfügung, die das Rennen verbot. Anwälte und Richter lauerten bereits darauf, diese sofort wieder außer Kraft zu setzen." Inzwischen scheinen zumindest diese Probleme vorerst gelöst.
Verschärfte Auflagen
Dafür haben sich neue abgezeichnet: Durch die verschärften Auflagen des Deutschen Motorsport Bundes DMSB werden die Aufbauarbeiten zum Bergrennen immer aufwendiger. „Hier macht uns derselbe mittlerweile so große Schwierigkeiten wie ehemals die Naturschutzverbände. Mag es an den Läufen der Luxemburgischen-Meisterschaft oder an den Boliden der Formel 3000 liegen, die hohen Sicherheitsanforderungen lassen bei den Verantwortlichen Frust aufkommen." Der langjähriger Obmann der Streckensicherung warf schließlich das Handtuch. Zudem geht ohne zahlungskräftige Sponsoren auch am Uphöfener Berg nichts mehr.
Eines steht allerdings nach wie vor fest: Das „Internationale Osnabrücker ADAC-Bergrennen" ist für viele Motorsportfans das interessanteste Motorsport-Ereignis der Region.
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