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Tippspiel
„Das wird ein richtiger Kracher“
Nordhorn. „Wir haben gut trainiert. Die Jungs sind alle heiß und bereit.“ In den Worten von Heiner Bültmann schwingt Entschlossenheit mit. Dem Trainer des Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen ist die Vorfreude auf das Nachbarschaftsduell gegen den TV Emsdetten am Sonntag (17 Uhr) im Nordhorner Euregium anzumerken: „Es werden sicher viele Zuschauer kommen. Das wird ein richtiger Kracher.“
Der deutliche 32:22-Heimsieg über Empor Rostock im ersten Punktspiel des Jahres, eine gute Trainingswoche, in der lediglich Denis Bartels und Stephan Wilmsen berufsbedingt fehlten, und die Erinnerung an den 25:21-Sieg in Emsdetten aus der Hinrunde dürften den HSG-Coach optimistisch stimmen. Hinzu könnte man noch den 17:14-Erfolg im 30-Minuten-Testspiel gegen Emsdetten im Januar zählen, doch dem misst Bültmann wenig Aussagekraft bei.
Mit mindestens zwei Gründen zur Wiedergutmachung reist hingegen Emsdettens Trainer Patrick Liljestrand an seine alte Wirkungsstätte. 2001 hütete der Schwede das HSG-Tor; 2003 kehrte er als Kotrainer von Ola Lindgren und Coach der HSG-Reserve nach Nordhorn zurück. „Er war damals mein Trainer in der zweiten Mannschaft“, erzählt Bültmann. Ein drittes Mal in dieser Saison will sich Liljestrand von seinem ehemaligen Schützling sicher nicht besiegen lassen. Nach der 32:34-Niederlage in der Vorwoche beim HG Saarlouis wollen die Emsdettener den Abstand zu den Aufstiegsrennen nicht zu groß werden lassen. Schließlich liebäugelt man beim TVE mit der 1. Bundesliga.
„Sie haben einen international besetzten Rückraum mit gehobenem Niveau“, kennt Bültmann die Stärken des Tabellenfünften. Für internationale Erfahrung im Rückraum sorgen der baumlange Österreicher Janko Bozovic (2,04 Meter), der Bosnier Elvir Selmanovic sowie die beiden Isländer Fannar Friðgeirsson und Ernir Arnarson. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Abwehrarbeit“, betont Bültmann und fordert in der Defensive ständige Beweglichkeit, „wir dürfen Selmanovic und Bozovic nicht viel Zeit geben.“ Mit dem Weißrussen Vitali Feshchanka verfügt der TVE zudem über einen Torwart mit Erstliga-Erfahrung. „Auch wir brauchen eine sehr gute Torhüterleistung“, stellt Bültmann klar.
Wie schon erwähnt, die HSG weiß, wie man die Emsdettener bezwingen kann. „Wir haben im Hinspiel dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer guten Abwehr gewonnen“, blickt Bültmann auf die Auswärtspartie im September 2011 zurück. Damals stach mit Jens Wiese das „Rückraum-Ass“ der HSG. Mit sieben Toren war der 24-Jährige erfolgreichster Schütze der Partie.
Mit einem Sieg über den TVE könnte Nordhorn-Lingen in der Tabelle an dem Kontrahenten aus Westfalen vorbeiziehen. Das ist für Bültmann allerdings kein Grund, seine Saisonziele zu korrigieren. „Ich gucke weiter nach unten“, legt der HSG-Coach den Fokus weiter auf die Sicherung des Klassenerhalts, „momentan haben wir acht Punkte Vorsprung. Den wollen wir weiter ausbauen.“
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