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Tippspiel
„Eine Menge Potenzial“
Meppen. Die Zweite Bundesliga ist das erklärte Saisonziel der Emsland Rolli Baskets. Zur Halbzeit der Regionalligasaison sind die Rollstuhlbasketballer auf dem Weg zum Titel. „Wir haben eine Menge Potenzial in der Mannschaft. Alle ziehen voll mit“, zeigt sich Spielertrainer Jens Schürmann zufrieden. Schließlich führt sein Team die Tabelle mit 12:0 Punkten an. Am heutigen Samstag starten sie in Oldenburg gegen den Gastgeber und Rostock in die Rückrunde.
Die Rolli Baskets, die im vergangenen Jahr nach nur einer Zweitligasaison wieder abgestiegen sind, profitieren nach Einschätzung von Schürmann, der selbst an Welt- und Europameisterschaften sowie Paralympics teilgenommen hat, noch immer besonders von den dort gesammelten Erfahrungen. „Das hat uns unheimlich viel gebracht. Denn in der Liga wird in Verteidigung und Offensive viel schneller gespielt“, weiß der 31-Jährige. „Wir haben die Zweite Liga gut gemeistert“, stellt er trotz des allerdings damals nicht unerwarteten Abstiegs fest. Denn das Team habe unheimlich viel dazugelernt.
Und die Mannschaft ist für den Spielertrainer der Star. „Wir sind eine junge Truppe und verstehen uns gut. Wenn wir zusammenbleiben, können wir auf Jahre mitreden“, klingt Schürmann zuversichtlich. „Bei uns reißt sich jeder für jeden den Arsch auf“, erklärt er in deutlicher Sprache. Der familiäre Umgang und „der große Spaßfaktor“ sind für ihn mitentscheidend.
Dabei hat der Werlter zwei wichtige Spieler der vergangenen Serie nicht mehr dabei. Fehmi Sejdiu hat eine Pause eingelegt. Der fast 2 m lange Center Florian Schwanewilms steht aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Mit Thomas Hilmes und Christian Tasche sind zwei talentierte Spieler aus der eigenen Reserve zum Regionalliga-Kader gestoßen. „Wir bekommen vom Unterbau gute Unterstützung“, sagt Schürmann.
Der Kader ist ziemlich ausgeglichen. Dadurch unterscheidet sich das Team von vielen Konkurrenten. Es gibt nicht ein oder zwei herausragende Einzelspieler, sondern ein nahezu gleichwertig besetztes Team. Das belegen die erzielten Körbe: Marco Schürmann (84) führt die interne Liste an vor Tobias Hermes (76), Jens Schürmann (63), Levent Acikportali (61), Karsten Borchert (55), Marco Kötter (24), Christian Tasche (5) und Thomas Hilmes (4).
In der Liga ist die Reserve des Hamburger SV einziger ernsthafter Verfolger. Die Hanseaten weisen 10:2 Punkte auf, kommen aber nicht aber mit einer Korbdifferenz von 26 nicht annähernd an die Emsländer (161!) heran. Das Spiel in Hamburg gewannen die Rollis deutlich mit 47:33 (24:21). Der HSV konnte die Partie nur bis zur Halbzeit offen halten. Dann behaupteten sich die spielerisch überlegenen Gäste, die gegen den HSV ihr viertes Spiel in nur zwei Tagen bestritten.
Beim Direktvergleich am 11. Februar in Meppen erwartet Schürmann eine Vorentscheidung. Die vorherigen Spiele gegen SG Oldenburg/Holtriem und die Nordic Bulldogs Rostock stellen sozusagen das Aufwärmprogramm dar. Doch mit dem Titelgewinn wäre der Zweitligaaufstieg noch nicht perfekt. Es folgt nämlich noch die Relegation der drei Regionalligameister, von denen zwei aufsteigen. Die Chancen stehen nicht schlecht für die Emsland Rolli Baskets.
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