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Tippspiel
Vorloeper versilbert ihre Hallentitelkämpfe
can Hannover. Zwar blieb der erhoffte Landestitel auch an diesem Wochenende aus, dennoch überraschten vor allem die U-16-Mittelstreckler bei den Hallen-Landesmeisterschaften der U16 und U20 in Hannover.
So wurde Frauke Vorloeper vom SV Germania Twist zur erfolgreichsten emsländischen Leichtathletin der Hallentitelkämpfe. Über 800 Meter der W15 musste sie sich nur der besten niedersächsischen Mittel- und Langstreckenläuferin, Lea Meyer (VfL Löningen), geschlagen geben und wurde Vize-Hallen-Landesmeisterin. Dabei bewies die Twisterin eine realistische Selbsteinschätzung und vor allem eine kluge Renntaktik. Während Meyer von Anfang an ein einsames Rennen lief, hielt sich Vorloeper bewusst zurück, folgte Meyer nicht und konzentrierte sich vollends auf den Kampf um die Plätze. Geschickt ließ sie Josefine Meyer-Ranke (LG Nordheide) das Tempo der Verfolgergruppe bestimmen. Erst in der letzten der vier Hallenrunden forcierte die Twisterin ihr Tempo, überlief Meyer-Ranke und sprintete zum Vizetitel. „Die ganze Zeit habe ich nur gehofft, irgendwie aufs Podium zu kommen“, sagte sie überglücklich nach dem Rennen.
Im gleichen Rennen komplettierten Astrid Wiemker (LG Papenburg-Aschendorf) mit dem fünften Rang und die Siebtplatzierte Laura Grönniger (SV Germania Twist) das erfolgreiche Abschneiden der emsländischen Athletinnen auf dieser Distanz.
Anders bei der männlichen M14 über 800 Meter. Hier ging das Konzept der beiden Emsländer, Nils Hanekamp (SV Sparta Werlte) und Alex Vedder (SV Germania Twist), nicht auf. So versuchte zunächst Vedder, das Rennen mit schnellem Start von vorne zu gewinnen. In der zweiten von vier Runden zollte er jedoch seinem hohen Anfangstempo Tribut. Nun witterte Hanekamp seine Chance und übernahm bis zur letzten Runde die Führungsarbeit. Doch auch sein taktisches Konzept ging nicht auf. Im Gegenteil, lachende Dritte waren der spätere Landesmeister Leonard Friedrich (TSV Kirchdorf) und Vize Luca Gehling (VfL Löningen). Beide beteiligten sich nicht an der Führungsarbeit und überliefen die beiden Emsländer eingangs der letzten Runde. Am Ende blieb für Hanekamp der dritte Platz, Vedder wurde Vierter der M14 über 800 Meter. Dennoch waren die beiden Nachwuchsläufer keinesfalls unzufrieden mit ihrer persönlichen Hallenpremiere im Sportleistungszentrum der Landeshauptstadt.
Keine guten Erinnerungen an ihr Hallendebüt hat dagegen Judith Kamlage vom SV Sparta Werlte. Im Vorlauf über 60-Meter-Hürden der W14 lief die Werlterin einem sicheren Sieg entgegen. Dann aber berührte sie die dritte Hürde, strauchelte und musste, um nicht zu stürzen, stark abbremsen. Dadurch verpasste sie den erhofften Finaleinzug. Ihr anschließender achter Platz im Weitsprung tröstete die junge Werlterin nur wenig.
Vom Pech verfolgt schienen auch die verbliebenen emsländischen Leichtathleten. So erreichte Verena Schmitz (LG Papenburg Aschendorf) mit für sie indiskutablen 1,58 Metern nur den vierten Platz der U20. Nach dem dritten Platz der U-18-Hallenmeisterschaften in der Vorwoche hatte sich das Papenburger Sprungtalent eine bessere Platzierung, zumindest aber eine bessere Höhe ausgerechnet. Für ihren Teamgefährten Hendrik Vinke (LG Papenburg-Aschendorf) werden die Titelkämpfe im Sportleistungszentrum nur zum Teil in guter Erinnerung bleiben. Nach einem starken 200-Meter-Vorlaufsieg in 23,34 Sekunden kam er im anschließenden Finale der U20 über den sechsten Platz nicht hinaus.
Auch Nils Schulte-Huxel vom SC Osterbrock war an diesem Wochenende ein Podiumsplatz nicht vergönnt. Zwar erreichte er in beiden gemeldeten Sprungdisziplinen die Finale der besten acht, musste sich aber mit dem vierten Platz im Dreisprung und dem achten Platz im Weitsprung der U20 zufriedengeben. Der größte Pechvogel der Meisterschaften war allerdings Christoph Steinmetz vom LAV Meppen. Beim abschließenden Training knickte der ambitionierte Meppener um und musste mit Verdacht auf dreifachen Bänderriss seine Teilnahme an den Titelkämpfen in der Landeshauptstadt absagen.
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