Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Sport

|

Mehr Sport

|

Im Norden gibt’s die meisten Schützenfeste
Weitere Sportarten EL

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Quelle: dh/Meppener Tagespost 29. Januar 2012 19:45 Uhr

Wo fallen die meisten Tore im Emsland? – 8,6 Treffer pro Spiel in Werlte – Magerkost bei Emsbüren II

Im Norden gibt’s die meisten Schützenfeste

Meppen. Abwehrschlachten im Süden und Schützenfeste im Norden? Darauf könnte ein erster Blick auf die Heimbilanzen aller emsländischen Fußball-Teams deuten. Mit 8,571 Toren hat es auf dem Platz der SG Werlte-Wehm (4. Kreisklasse Nord II) am häufigsten „geklingelt“. Bei der Concordia Emsbüren II (1. Kreisklasse Süd) erschallte pro Spiel durchschnittlich nur zweimal Torjubel.

 
1 bis 2 von 2
Torfestivals gibt es in Dörpen regelmäßig. Zum Saisonauftakt gab es beim 8:0-Sieg der Blau-Weißen gegen Raspo Lathen häufig Grund zum Jubeln. Foto: Dirk Hellmers

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Dazwischen reihen sich die Plätze der anderen 230 emsländischen Fußball-Teams und des SV Union Lohne ein. Alle Treffer und Gegentore wurden zusammengezählt und durch die dort ausgetragenen Spiele geteilt. Auffällig dabei: Alle fünf Sportanlagen mit den meisten Treffern liegen im nördlichen Emsland. Werltes Fußball-Obmann Rolf Berge, der neben der SG auch für das Bezirksliga-Team von Sparta Werlte und die Sparta-Reserve in der 3. Kreisklasse Nord zuständig ist, wagt einen Erklärungsversuch: „Vielleicht spielen wir zu Hause zu euphorisch nach vorne.“ Das müsste allerdings für alle drei Teams zutreffen, denn auch bei den Partien der beiden Sparta-Mannschaften fielen mit 4,778 und 4,857 Toren überdurchschnittlich viele.

Hermann Backs, Platzwart und Obmann der Concordia Schöninghsdorf (1. Kreisklasse Mitte), deren Platz mit sechs Treffern pro Begegnung immerhin den emsländischen Kreisklassenrekord stellt, sieht es mittlerweile als gute Werbung an. „Ein 4:3 begeistert die Zuschauer sicher mehr als ein 1:0.“ Dennoch zehre es auch an den Nerven. Dass seine Mannschaft mit bislang nur sieben Heimspielen relativ selten auf eigenem Rasen gespielt habe, relativiere die Statistik auch ein wenig. Allerdings in einem ist er sich sicher: „Am Rasen liegt es nicht.“ Vielmehr begründet der Schöninghsdorfer die hohe Torquote mit einigen Umstellungen in der Defensive. Die Routiniers würden in der Offensive spielen.

Dem Platz gibt auch Bernd Christmann, Stürmer beim SV Surwold (1. Kreisklasse Nord), nicht die Schuld. Die Surwolder stehen mit 4,6 Toren pro Spiel auf Rang 81 der Tabelle. „Es liegt eher an der Mannschaft“, sagt der Surwolder, der aufgrund von Verletzungen nur drei Treffer in zwei Spielen erzielte. Ein wenig Anteil habe der Platz aber trotzdem: „Wenn der Ball nicht über den Rasen hoppelt, trifft man ihn besser.“

Auch bei Eintracht Börger läge es nicht am Platz. Während der Partien der Zweiten (4. Kreisklasse Nord II) gab es eine Trefferquote von acht pro Spiel. Bei der Ersten (1. Kreisklasse Nord) klingelte es nur 2,5-mal pro Partie. „Das liegt sicher auch an dem Klassenunterschied“, sagt Martin Müller, Obmann der Eintracht. Die Stürmer, die in der 4. Kreisklasse für Furore sorgen, würden in der 1. Kreisklasse nicht so gut aussehen.

Liegt’s an der Abwehr?

Der Klassenunterschied spielt auch bei Johann Lünemann, Trainer des SV Meppens (3,125 Treffer pro Spiel), eine Rolle: „Vielleicht ist in den höheren Klassen die Abwehr besser organisiert.“ Darauf könnte auch die Quote beim Oberligisten SV Holthausen/Biene (3,75) sowie den beiden Landesligateams BW Papenburg (3,3) und Union Lohne (3) deuten. Denn auf den Rasen der vier ranghöchsten Teams der Region liegt die Trefferquote im unteren Drittel.

Eher eine Konsequenz als eine Erklärung sieht VfL Emslages Trainer Hermann-Josef Bruns (Kreisliga, 3,334 Treffer): „Wenn ich weiß, dass bei einer Mannschaft viele Tore fallen, ist die Defensive die Schwachstelle. Dann kann es sinnvoll sein, mit einem Stürmer mehr zuspielen“, rät der DFB-Stützpunktrainer. Zudem könne die Stärke der Liga viel ausmachen. Wenn die Staffel sehr ausgeglichen sei, würden weniger Tore fallen.

Zwar spielen Concordia Emsbüren I (Bezirksliga) und II (1. Kreisklasse Süd) auf unterschiedlichen Spielflächen, aber der Rasen sei in den Augen von Manfred Egbers auf allen Plätzen sehr gut. Dass während der Heimpartien der „Zweiten“ mit 2,111 Toren die wenigsten im Emsland fallen, erklärt Egbers mit der starken Defensive – aber vorne würden noch zu viele Chancen vergeben. An der Umgebung kann es jedenfalls nicht liegen: Wenige Meter weiter fallen mit 5,111 Treffern pro Begegnung die meisten Bezirksliga-Tore (Rang 49).

Dieselbe Quote steht auch bei BW Dörpen, dem Rekordhalter in der Kreisliga zu Buche. „Am Rasen kann es aber nicht liegen, denn dann würden die anderen Mannschaften bei uns auch so viele Tore schießen“, sagt Betreuer Günter Sappelt, und zumindest die „Zweite“ macht es dem Kreisligisten gleich und präsentiert ihrem Publikum eine Quote von 7,429.

In einem sind sich schlussendlich doch alle einig: Es kommt nicht darauf an, wie viele Tore fallen – man muss immer nur eins mehr schießen als der Gegner…

 Mehr Mehr Sport

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter




 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: