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Gute Abwehrarbeit als Grundlage
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Autor: Uli Mentrup 27. Januar 2012 16:47 Uhr

HSG Nordhorn-Lingen in neuer 2. Liga mittendrin

Gute Abwehrarbeit als Grundlage

Nordhorn. Die eingleisige 2. Handball-Bundesliga ist genauso stark, wie es Trainer Heiner Bültmann von der HSG Nordhorn-Lingen erwartet hat. Weil seine Mannschaft mittendrin mitspielt – sieben Punkte hinter dem dritten Aufstiegsplatz und sechs vor dem ersten Abstiegsrang – ist er mit dem Abschneiden zufrieden. „Wir haben vom Etat und von der Kaderzusammenstellung keine Mannschaft, die ganz oben mitspielen kann“, gibt er sich realistisch. Aber Nordhorn-Lingen scheint auf gutem Weg, den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern – und damit das Saisonziel zu erfüllen.

 
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Verbessert zeigte sich Torwart Björn Buhrmester. Trotz heftiger Gegenwehr setzt sich Pavel Mickal auf den Außenpositionen regelmäßig gut in Szene. Fotos: Doris Leißing

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Dass es keine längeren Serien gab, ist nach Bültmanns Einschätzung der „Klasse der Liga“ geschuldet. Anfang Oktober kassierte sein Team drei Niederlagen in Folge, Anfang Dezember noch einmal zwei. Dem stehen viermal zwei Siege in Serie gegenüber.

Highlights waren neben dem unglaublichen 41:30-Pokalerfolg gegen den Erstligisten Lemgo Siege gegen die hoch gehandelten Konkurrenten GWD Minden, TV Emsdetten, HC Erlangen oder SC DHfK Leipzig. Nordhorn-Lingen trat damit den Beweis an, dass jeder jeden schlagen kann. Gegen Bittenfeld oder Bad Schwartau folgten allerdings enttäuschende Niederlagen.

„Die Liga hat deutlich an Qualität gewonnen,“ lautet Bültmanns Fazit. Die hohe Intensität der Spiele hatte er so nicht ganz erwartet. Die Ausgeglichenheit der Liga beweisen die „zwei, drei Überraschungen an jedem Spieltag“. Unangenehm überraschte Nordhorn-Lingen mit einer mäßigen Heimbilanz von nur 10:8 Punkten. In der vergangenen Serie hatte die HSG nur ein einziges Duell im Euregium verloren. Dem steht aktuell allerdings eine verbesserte Auswärtsbilanz von 8:10 Punkten gegenüber.

Die Qualität der Liga zwingt die HSG-Akteure, in jedem Spiel ihr Limit zu suchen. „Es ist hohe Leidenschaft in allen Mannschaftsteilen erforderlich“, weiß Bültmann. Körperlich hat das Team keine Probleme. „Von der Fitness und der Athletik gehören wir zu den Besten der Liga“, betont der Schüttorfer. Weil sein Kader nicht mit übermächtigen Einzelspielern besetzt ist, entscheidet die Teamleistung.

Nordhorn-Lingen kommt die Kontinuität im Aufgebot entgegen. Mit Einar Ingi Hrafnsson ist im Sommer nur ein Spieler gegangen, mit Jens Wiese, der im Rückraum für Alternativen sorgt, auch nur einer gekommen. „Wir sind jetzt weiter als vor einem Jahr“, benennt der Trainer positive Folgen. Das Spiel sei noch schneller geworden und klarer strukturiert.

Die Abwehr mit Torwart Björn Buhrmester dahinter, der sich weiter verbessert hat, legt die Basis für die HSG-Erfolge. Ein deutlicher Schritt nach vorn! Dabei werden die erfahreneren Spieler wie Stephan Wilmsen, Matthias Struck oder Toon Leenders von den jungen Talenten wie Matthias Poll entlastet.

Die gute Abwehrarbeit ermöglicht viele Gegenstöße, von denen besonders Pavel Mickal und Bobby Schagen profitieren. Manko im Angriff bleibt der Abschluss. „Wir machen zu wenige einfache Tore“, bringt es Bültmann auf den Punkt. Für das Gros der Treffer zeichnet das Sextett Bobby Schagen (107/ 48 Siebenmeter), Mannschaftskapitän Nils Meyer (86), Matthias Struck (85), Pavel Mickal (79/2), Jens Wiese (69) und Toon Leenders (60) verantwortlich.

Diese Akteure haben auch die längsten Einsatzzeiten. Aber alle 14 Handballer in Bültmanns Aufgebot waren in mindestens 15 Spielen dabei. Wenn die Zeiten auch noch stark variieren, wird doch die Entwicklung deutlich. Am weitesten von den Talenten ist Alex Terwolbeck. „Er ist als 20-Jähriger regelmäßig 20 bis 25 Minuten dabei“, stellt der Coach fest. Seine Talente sollen noch mehr Einsätze bekommen. „Es ist wichtig, dass sie für Entlastung sorgen.“

Verbessern will Bültmann die Heimbilanz. Das geht einher mit dem Ziel, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu schaffen. Dabei hofft der Coach, dass seine Spieler von Verletzungen verschont bleiben. „Das ist bis jetzt dank der guten medizinischen Betreuung optimal gelaufen.“ Denn Bültmann weiß: In dieser Liga darf man nicht lockerlassen. Da geht es ganz schnell nach oben, aber auch nach unten.“ Für die HSG Nordhorn-Lingen gilt ein einstelliger Tabellenplatz als topp. Vor dem Punktspielauftakt 2012 ist sie ganz nah dran...

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