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Tippspiel
Marco di Carli vierfacher Vizemeister
sng Wuppertal. Aus der Not eine Tugend gemacht hat Marco di Carli bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal. Nach überstandener Krankheit nicht ganz in Höchstform, suchte der Sögeler Schwimmer sein Heil als Vielstarter – allen Unkenrufen zum Trotz mit sieben Medaillen sehr erfolgreich. Für die übrigen Emsländer hingen die Trauben hoch.
Die Kurzbahn-DM war Experiment und Herausforderung für di Carli. „Es sollten ganz besondere Reize mit Trainingseffekt erzeugt werden“, freute sich sein Frankfurter Trainer Michael Ulmer über zum Teil starke Zeiten. Trotz des aus letztlich 19 Starts bestehenden Mammutprogramms mit Vor- und Endläufen schwamm der 26-jährige Emsländer persönliche Bestzeiten über 200 m Schmetterling und Rücken sowie über 100 m Schmetterling mit 52,43 Sekunden. „Mir gefiel die Herausforderung, wenn es auch wegen der oft kurzen Pausen extrem hart wurde“, sagte di Carli. „Nach dem krankheitsbedingten fast vierwöchigen Ausfall hat mich dieser Test sehr motiviert.“ Die Anerkennung der Experten war ihm sicher, den fachkundigen Zuschauern gefiel die „Show“.
Einen Titel holte sich di Carli als Schlussmann der 4x50-m-Freistilstaffel der SG Frankfurt. Vizetitel sprangen über 100 m Freistil (48,37 Sek.), 100 m Lagen (54,26), 100 m Schmetterling, 50 m Freistil (21,83) und als Schmetterling der 4x50-m-Lagenstaffel heraus. Im Rückensprint gab es Bronze.
Die übrigen fünf Emsländer hatten sich stärkster Konkurrenz zu erwähren, zumal es nur die offene Wertung gab. Vor diesem Hintergrund sind Plätze unter den besten 40 Deutschlands schon als großer Erfolg zu werten. Zudem fehlte die Meppenerin Nicole Heidemann, die Chancen aufs Finale gehabt hätte, aber einen Start bei der Masters-DM in Berlin vorzog.
Glänzen konnte Jan-Ole Anneken-Konken (TV Meppen) mit drei persönlichen Bestzeiten. Der 17-Jährige erntete nach ein paar Monaten des Trainings im Hannoveraner Schwimminternat die ersten Früchte, belegte zweimal Rang 37 und überzeugte mit 58,92 Sekunden über 100 m Lagen. Auch 23,80 und 29,64 Sekunden im Freistil- und Brustsprint konnten sich sehen lassen. Seine drei Jahre jüngere Vereinskollegin Sophie Buß steigerte sich auf 33,67 Sekunden über 50 m Brust. Eva-Maria Grönniger vom Schwimmclub Twist verbesserte sich über 100 m Rücken auf gute 1:04,90 Minuten (Platz 39). Jan Fährmann (TV Meppen) blieb ebenso wie Julia Klumpe (Sigiltra Sögel, Rückenprobleme) leicht hinter den Erwartungen zurück.
Einen sehr guten Eindruck hinterließ Lukas Hüsing, dessen Vater aus Sögel und dessen Mutter aus Meppen stammt. Der für den VfL Sindelfingen startende Lagenspezialist überzeugte über 400 m Lagen in 4:16,91 Minuten und wurde Sechster. Diese Platzierung schaffte er auch über 200 m Schmetterling mit starken 1:58,71 Minuten im Vorlauf.
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10.04.2012
