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Marco di Carli: Ich bin wieder da - Mit Weltjahresbestleistung zur WM
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Marco di Carli: Ich bin wieder da - Mit Weltjahresbestleistung zur WM
Marco di Carli: Ich bin wieder da - Mit Weltjahresbestleistung zur WM
Berlin. Ein sonniges und goldenes Wochenende für den emsländischen Schwimmsport: Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin katapultierte sich Marco di Carli auf seiner Königsdisziplin, den 100 m Freistil, in die absolute Weltspitze. Sein sagenhafter neuer deutscher Rekord von 48,24 Sekunden, den er Paul Biedermann (Halle) entriss, bedeutete den ersten Rang in der Weltjahresbestenliste – und natürlich das Ticket zu den Weltmeisterschaften in Schanghai.
„Ich bin wieder da – und wesentlich besser im Wasser unterwegs als bei meinem ersten Kraulrekord hier in Berlin vor vier Jahren“, präsentierte sich der Sögeler in Diensten der SG Frankfurt austrainierter, ausgeglichener, reifer und sehr präsent. „Das Medienecho war schon der Wahnsinn“, waren der Umgang und die Belagerung durch Funk, Fernsehen und Medien für di Carlis Wahl- und Vereinstrainer Michael Ulmer eine ungewohnte Situation. „Die Sektdusche durch meine Trainingsgruppe direkt nach dem ZDF-Interview mit Kristin Otto war allerdings das i-Tüpfelchen“, freute sich der wiedererstarkte Emsländer über das fast perfekte Rennen. „Nur der Start war einen ganz kleinen Tacken zu spät“, sagte di Carli in der Schwimm- und Sprunghalle im Berliner Europapark.
Sein Trainer Michael Ulmer hatte ihn im Trainingslager in türkischen Belek gezielt auf die DM vorbereitet. Nach wahnsinnigen ersten 50 Metern in 23,00 Sekunden und einer perfekten Wende, die die Konkurrenz schlecht aussehen ließ, schaffte der angehende Kommissar auch noch ein starkes Finish und verwies den 200-Meter-Weltrekordler und -Weltmeister Biedermann auf Platz zwei.
Gestern lieferte di Carli ein weiteres starkes Rennen über 100 m Rücken ab, wo er in neuer persönlicher Bestzeit von 54,43 Sekunden Silber hinter seinem ehemaligen Bundeswehrkameraden Helge Meeuw holte. „Das war eine schöne Zugabe“, so Bundestrainer Dirk Lange, di Carlis Coach zu Hamburger Zeiten. An den zwei Titeln seiner Frankfurter Staffel hatte di Carli als Schlussschwimmer wesentlichen Anteil. In der Freistilstaffel schloss der Emsländische Sportbotschafter mit nie erwarteten 47,82 Sekunden ab.
Das zwölfjährige Talent Victoria Buß setzte ein weiteres emsländisches Highlight, was so kaum jemand auf der Liste hatte. Dem Schützling von Nicole Heidemann, die selbst in Berlin im B-Finale stand, gelang es, die gesamte bundesdeutsche Konkurrenz im neu kreierten „Schwimmarten-Mehrkampf Brust“ zu besiegen und den DM-Titel mit 1875 Punkten ins Emsland zu holen.
Die Schwimmerin des TV Meppen stach damit ihre eigene zwei Jahre ältere Schwester Sophie aus, die über 200 m Brust im Jugend-C-Finale ihre Bronzemedaille nicht verteidigen konnte und mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb-nehmen musste.
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