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Tippspiel
Heute soll richtig die Post abgehen
sng Berlin. „Das war der erste Streich. Morgen geht’s weiter“, blickte ein überglücklicher Marco di Carli nach seinem überraschenden Coup im 50-m-Freistil-Finale bei den deutschen Meisterschaften in Berlin schon auf die Königsstrecke heute Nachmittag.
„Das war der erste Streich. Nach dem Sprinttitel möchte ich auch die 100 m“, freute sich der Sögeler in Diensten der SG Frankfurt bei den deutschen Meisterschaften auf einen weiteren Showdown. „Natürlich freue ich mich über meine 22,14 Sekunden, aber ich wollte mehr. Unter 22 Sekunden wäre schon nicht schlecht gewesen“, fiel das Resümee des selbstbewussten SchwimmAsses eigentlich positiv aus. Immerhin steigerte sich der 26-jährige angehende Kommissar um rund sechs Zehntel recht deutlich. „Es fehlen zwar sechs Hundertstel zur WM-Norm, aber am Samstag geht die Post ab.“ Ganz aus dem Häuschen war auch sein Frankfurter Vereinstrainer Michael Ulmer: „Marco ist wieder der Alte.“ Ulmer hatte di Carli auf die Titelkämpfe vorbereitet – wie bei seinem letzten DM-Titel im Jahr 2007. Auch der Trainer traut seinem Schützling für das Finale über 100 Meter Freistil heute Nachmittag. „Ich freue mich tierisch auf morgen“, so Ulmer gestern nach di Carlis 50-Meter-Triumph. Am morgigen Sonntag hat der Olympia-Teilnehmer von Athen 2004 im A-Finale über 50 Meter Rücken ein weiteres Medaillen-Eisen im Feuer.
Weniger zufrieden waren mit Nicole Heidemann und Ole Anneken-Konken zwei andere Emsländer. „Mehr saß nicht drin“, erklärte Nicole Heidemann nach ihrem dritten Platz im B-Endlauf, wo ihr mit 33,24 Sekunden nur eine Verbesserung von einer Hundertstel gegenüber dem Vorlauf gelang. „Schade, dass es nicht zum A-Finale gereicht hatte. Dort hätte ich bestimmt noch einen Platz gutmachen können“, war die ehrgeizige 29-jährige Seniorenschwimmerin des TV Meppen mit dem 13. Rang nicht zufrieden.
Ebenfalls mit Verbesserung des Vorlaufresultats wartete der 17-jährige Jan-Ole Anneken-Konken auf. „Leider konnte ich nur knapp an meine Bestzeit von den Norddeutschen herankommen, aber das Trainingslager in der Türkei ist wohl schon etwas zu lange her“, konnte sich der talentierte Brustschwimmer im Jugendfinale über 50 m auf 30,72 Sekunden steigern und belegte den sechsten Rang in seinem Jahrgang.
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