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Neuer Dienstwagen enthüllt: Vettel ungeduldig
Das Geheimnis um seinen neuen Dienstwagen ist gelüftet, nun will Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel den Renner endlich ausprobieren.
Der neue Bolide hielt für Doppel-Champion Vettel keine großen Überraschungen bereit. «Das Auto ist zum größten Teil aufgebaut auf dem letztjährigen Auto. Es sind kleine, aber feine Unterschiede», erklärte der 24-Jährige. Die Jungfernfahrt im neuen Auto überlässt er am Dienstag in Jerez seinem Teamkollegen Mark Webber. Vettel wird dann am Donnerstag und Freitag auf die Strecke gehen.
Das Auffälligste am blau-gelben Boliden ist die im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich veränderte Frontpartie, die ähnlich wie beim Ferrari einen mächtigen Höcker aufweist. «Ein wenig hässlich», gestand Chefdesigner Adrian Newey. Auch bei den Fans auf Facebook und Twitter waren die Meinungen geteilt. «Sieht aus wie ein Gabelstapler», meinte einer, andere gerieten ins Schwärmen. Der englische Top-Entwickler Newey habe sich bemüht, auch in diesem Jahr die kleinen Lücken im Reglement auszunutzen, verriet Vettel.
«Wir haben dieses Auto in Rekordzeit gebaut», sagte Boss Horner. Nach der überragenden Vorsaison mit insgesamt zwölf Siegen habe das Team beim Bau des neuen Autos auf Kontinuität gesetzt. Ziel sei es gewesen, bei den ersten Übungsfahrten dabei zu sein. Nur insgesamt zwölf Testtage stehen den Rennställen vor Beginn der Saison am 18. März in Melbourne zur Verfügung. «Wir müssen versuchen, die Tests zu überstehen, viele Kilometer zu sammeln, viele Erfahrungen», meinte Vettel. «Es ist definitiv zu früh, eine Prognose abzugeben.»
Der Hesse strebt in dieser Saison seinen dritten Titel in Serie an. «Es wird extrem eng», urteilte Vettel. «Der Raum für die Designer war sehr gering, deshalb werden die Abstände noch geringer werden.» Teamchef Horner aber setzt fest auf seine Nummer 1. «Als Fahrer entwickelt er sich noch, er wird immer besser», befand der Brite.
Doch auch Routinier Webber will es nach einem Frustjahr im Schatten des Deutschen noch einmal wissen. «Die Messlatte ist in den vergangenen Jahren sehr hoch gelegt worden. Auf diese Herausforderung freue ich mich», beteuerte der 35 Jahre alte Australier.
Vettel führt in diesem Jahr das wohl stärkste Feld in der Geschichte der Formel 1 an. Insgesamt sind sechs Weltmeister am Start. Neben dem Titelverteidiger aus Heppenheim rechnen sich die früheren Champions Fernando Alonso (Ferrari), Jenson Button und Lewis Hamilton (beide McLaren) gute WM-Chancen aus. Eher als Außenseiter gehen Rekordweltmeister Michael Schumacher im Silberpfeil und Rückkehrer Kimi Räikkönen im Lotus in die Saison.
«Wir dürfen nicht erwarten, dass wir im ersten Rennen allen davonfahren», warnte Vettel. Bis zum Auftakt will er in jedem Fall einen Kosenamen für sein neues Gefährt gefunden haben. «Jegliche Bewerbungen sind willkommen», sagte er. Im Vorjahr hatte Vettel sein Weltmeister-Auto «Kinky Kylie» (sexy Kylie) getauft.
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