Noz
noz.de als Startseite

·

Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Sport

|

Fußball

|

Bundesliga

|

Polizei fordert lebenslange Stadionverbote
Sport Fussball

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Quelle: dpa 03. Februar 2012 10:15 Uhr



Polizei fordert lebenslange Stadionverbote

Hannover. Im Kampf gegen gewaltbereite Fußballfans fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) härtere Strafen und lebenslange Stadionverbote. «Für manche gewalttätige Fans scheint ein Stadionverbot ein Symbol der Anerkennung zu sein.

 
Die Polizei plädiert für Stadionverbote von Gewalttätern. Foto: Julian Stratenschulte  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Deshalb sollte vor Ende eines Stadionverbotes eine Prognose erstellt werden, ob derjenige wieder auffällig werden wird», heißt es in einem Positionspapier des niedersächsischen Landesverbandes der DPolG, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

«Wer die Masse der friedlichen Fans für das Ausleben seiner Gewaltgelüste missbraucht, muss notfalls ein lebenslanges Stadionverbot erhalten.» Die Polizei geht bundesweit von rund 15 000 Problemfans aus. Fünf Tage vor der öffentlichen Anhörung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages zum Thema «Gewalt in und um Fußballstadien» hofft DPolG-Landeschef Thomas Kliewer damit auf einen Konsens mit Innenminister Uwe Schünemann (CDU). «Anschließend könnten wir dann bundesweit für unsere Positionen werben», sagte Kliewer. Schünemann hatte sich im November ebenfalls für lebenslange Stadionverbote ausgesprochen.

Gewalt in Stadien sei ein bundesweites Problem und die größte Herausforderung der Fußballverbände in den kommenden Jahren, sagte Kliewer. «Wir fordern eine Strategie von allen Verantwortlichen, die einerseits konsequent gegen Gewalttäter vorgeht, andererseits die Prävention stärkt. Deshalb müssen auch die Vereine stärker in die Pflicht genommen werden.»

Die Verantwortung der Vereine endet aus Sicht der DPolG nicht an den Stadiontoren, sondern gilt auch für die An- und Abreise. Dieses wachsende Problem sei polizeilich nur schwer zu lösen, da die Polizisten nicht überall gleichzeitig sein könnten. «Die Sicherheitsbeauftragten der Vereine müssen ihrer Verantwortung auch außerhalb der Stadien nachkommen.»

Die von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ins Gespräch gebrachte Einführung von elektronischen Gesichtsscannern passe durchaus in das Konzept. Jedoch seien dort wohl Probleme mit dem Datenschutz vorprogrammiert.

Lesen Sie auch ...

Vor dem Rundem Tisch: Rauball kontert Friedrich
Liga-Präsident Reinhard Rauball ist gegen die von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich geforderte Verschärfung des Strafenkatalogs für gewaltbereite... mehr

Fußball-Fan-Experte Gabriel im Interview: „Repression trägt nicht zur...
Osnabrück. Fan-Experte Michael Gabriel ist Diplom-Sportwissenschaftler und seit 20 Jahren in der Fußball-Fanszene aktiv. In einem Interview mit unserer... mehr

Fan-Kongress: Pyrotechnik bleibt Streitthema
Beim bisher größten jemals von Fans organisierten Kongress sind die Fronten zwischen Deutschem Fußball-Bund (DFB) und Anhängern in der Frage der... mehr


 Mehr Bundesliga

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Haus

Immobilien aus der Region

Immobilien-Angebote

Finden Sie Ihre Immobilie: Wohnungen und Häuser mieten, vermieten, kaufen und verkaufen.






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: