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Artland Dragons: Holston-Einsatz in Würzburg ist fraglich
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Autor: Winfried Beckmann 10. Februar 2012 20:08 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Artland Dragons: Holston-Einsatz in Würzburg ist fraglich

Quakenbrück. Spielt er, oder spielt er nicht? Die Entscheidung fiel nicht am Freitag, als David Holston überhaupt nicht trainierte, sondern nur therapiert wurde. Sie fällt auch nicht am Samstag, wenn der Spielmacher der Artland Dragons eine Belastung seines arg überdehnten Sprunggelenks probiert. Sie fällt erst am Sonntag vor dem attraktiven Duell um 17 Uhr bei den Baskets Würzburg.

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„Es ist möglich, aber man kann es wirklich noch nicht sagen“, meinte Trainer Stefan Koch, der entsprechend auch „Plan B“ überlegte und probierte mit Bryan Bailey und/oder Johannes Strasser im Aufbau. Und das in einem Spiel, das „tabellarisch wichtig ist“, wie Koch betont. Bei einem Sieg wie im 87:74 gewonnenen Hinspiel wären die Dragons acht Punkte und den direkten Vergleich vor den Würzburgern, also mit einem Polster ausgestattet, was zumindest den vierten Platz nach dem 34. und letzten Spieltag der Hauptrunde betrifft, womit sie Heimvorteil zum Start der Play-offs Anfang Mai hätten.

Was im Moment am meisten zählt neben der Sorge um Holston und dessen starker Bänderdehnung am linken Sprunggelenk aus dem Mittwoch-Spiel in Bayreuth gegen Bamberg? Wie die Dragons mental die Bamberger Stärke der zweiten Halbzeit, speziell des letzten Viertels mit nur zwei eigenen Feldkörben verdaut haben. „Das Training heute war sehr gut, sehr intensiv, eine gute Defense, gute Kommunikation in der Defense, schnelles Passspiel in der Offense, was man nicht überbewerten sollte. Wir haben gut trainiert“, fasste der Coach die zwei Einheiten am Freitag zusammen, als das Mittwoch-Spiel mit dem schmerzhaften Verpassen des Top Four im BBL-Pokal Ende März in Bonn auch noch einmal aufgearbeitet wurde. Koch fordert nicht unbedingt eine Korrektur, „denn Bamberg war ein deutlich stärkerer Gegner, als wir ihn in den letzten Wochen gehabt haben“. Vielmehr setzt der Trainer auf eine notwendige Balance, was Intensität im Rebound unter dem eigenen Korb sowie Tempogegenstöße betrifft. Immerhin treffen die beste Abwehr und der beste Angriff der 18 BBL-Clubs in Würzburg aufeinander. Würzburgs Stärke ist eine Kopie von Göttingen bis 2010, weil der Trainer John Patrick heißt, der diesen Stil bei den Franken wie zuvor bei den Niedersachsen predigt. Ergebnis: Würzburg holt 13,4 Rebounds in der Offensive pro Spiel. Koch: „Da müssen wir unseren Job tun.“ Wie? Nicht nur mit zwei Akteuren die Würzburger Totale kontern, aber auch nicht mit fünf, weil dann das Fast-Break-Spiel lahmt.

Deshalb Balance finden – mit oder ohne Holston, was das Team kann, auch wenn es bisher nie ohne seinen „Zauberzwerg“ auskommen musste, der alles haben kann, nur nicht Zugucken…


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