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Dragons gegen Bamberg 65:79: Der Meister war einfach zu gut
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BBL-Pokal-Finalturnier

Dragons gegen Bamberg 65:79: Der Meister war einfach zu gut

Bayreuth. Es hat nicht sollen sein. Eines von zwei Topteams musste ins Gras beißen und darf nicht zum Top-Four am 24./25. März in Bonn. Es traf die Artland Dragons, weil die Brose Baskets Bamberg in der Qualifikation zum BBL-Pokal-Finalturnier schlichtweg besser waren als Meister und Cupverteidiger und entsprechend verdient 79:65 (41:41) ein höchst attraktives Spiel gegen die Quakenbrücker gewannen.

 
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Kein Durchkommen: Drache David Holston bleibt in der Bamberger Mauer hängen. Fotos: Daniel Löb Drache Anthony Hillard sucht sich den weg durch die Abwehr der Brose Baskets Bamberg. Respekt zeigt Anthony King vor Bambergs Anton Gavel (l.). Kein Durchkommen: Drache David Holston bleibt in der Bamberger Mauer hängen. Die Artländer Nathan Peavy (Mitte) und Anthony King, umzingelt von Bambergs (v. l.) Casey Jacobsen, Predrag Suput und Brian Roberts. Holsten arbeitet sich vorbei. Bambergs Brian Roberts auf dem Weg zum Korb. Drache Johannes Strasser (l.) in der Abwehr. Casey Jacobsen (Mitte) von den Brose Baskets im Duell mit Anthony King (r.). Brandon Thomas (l.) schaut zu. PJ Tucker (Brose Baskets, mit Ball) sucht seinen Weg an Darren Fenn (Artland, Mitte) vorbei. Drache David Holston verliert Ball gegen drei gegnerische Spieler. Brian Roberts (Brose Baskets) hebt ab. Anthony King (r.) will mithalten. Links Drache Nathan Peavy.

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„Die Bamberger hatten auf allen Positionen einen Kraftvorteil“, erkannte Trainer Stefan Koch neidlos das Plus des Meisters an, der den Dragons zeigte, was er im Stahlbad EuroLeague in dieser und der Saison zuvor gegen die besten Teams aus Europa gelernt hat: noch härter und enger zu verteidigen. Somit fanden die Dragons kaum zu ihrer Offensivqualität, was ausschlaggebend war, wie beispielsweise nur zwei Feldkörbe im letzten Viertel zeigen.

Das Spiel: Welch ein Start der Dragons: 8:2 nach 2:12 Minuten und prompt die erste Auszeit der Bamberger, die danach den Druck gewaltig erhöhten. Besonders auf Holston und Thomas, der zu schnell den Abschluss suchte und entsprechend wild verwarf. Doch King regierte unter dem Korb in engen Duellen mit Slaughter und Peavy punktete wie selbstverständlich, auch für drei zum 13:8 (5.). Endlich fand Holston den Weg zum Korb, wo King eine feste Größe war. Alle Achtung: 21:16 im ersten Viertel bei 15:4 Rebounds.

Und dann meldete sich Hess an, mit einem Zweier und einem Dreier zum 26:20 (13.), den Holston zum 28:20 (13.) toppte. Doch dann drehte Jenkins auf mit acht Punkten in 1:20 Minuten, egal gegen wen. Erster Ausgleich für Bamberg zum 30:30 (14.) durch Jenkins, erste Führung zum 33:32 (16.) für den Meister. Und die Fans standen kopf. Doch dann fasste sich Fenn ein Herz, legte cool ab und traf per Dreier zum 39:38 (19.). Holston machte das 41:38 (1:12). Genau richtig: 41:41 zur Pause, mehr Treffer (53:44 Prozent) und Assists (7/5), aber auch mehr Ballverluste (7/2) der Dragons.

Und dann der Wiederbeginn typisch Bamberg. 11:0-Lauf der Baskets - das tat den Dragons weh, die förmlich erdrückt und „abgeschossen“ wurden auch durch zwei Dreier zum 45:54 (14.). Sie kamen kaum zu Würfen und wenn doch, dann trafen sie nicht. Endlich wieder King zum 49:56 (26.) und 51:58 (27.), Für einen Moment hielten sie die Lawine auf, haderten dann mit fragwürdigen Pfiffen der Schiedsrichter. 53:61 nach dem dritten Viertel - der Glaube fiel schwer nach nur 12 Punkten in zehn Minuten. Und dann gab es wilde Würfe, auch aus der Drehung von Hess ohne Ringberührung, Es wurde noch enger und härter - nur ein Feldkorb in mehr als sechs Minuten. So konnten die Dragons nicht näher heran kommen als auf 56:65 (35.), immerhin dann durch vier Peavy-Freiwürfe auf 60:67 (36.). Ein King-Freiwurf zum 61:67 (3:26 Minuten vor Schluss). Freiwurf hin, Freiwurf her und Peavy-Korb zum 63:68 (2:53). Dann zwei Bamberger zum 63:70 (2:09), zwei weitere zum 63:72 (1:46). Ein Dreier von Tucker zum 63:75 (1:05) - das war’s endgültig.

Die Wertung: Es war schwer, gegen diesen Gegner zum normalen Spiel zu kommen. Deshalb relativiert sich die Wertung. Immerhin brachten Peavy und King sowie Strasser und Hilliard die meiste Energie, Fenn etwas Ruhe in oft wildes Spiel, in dem Thomas nicht traf und Bailey kaum Raum fand.

Die Perspektive: Es war ein lehrreiches Spiel, lehrreich insofern, was noch zu tun ist, wenn die Dragons ganz oben angreifen wollen. Bis zu den Play-offs bleibt Zeit – und damit eine Chance.


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