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Eine Mannschaft trumpft auf: Die Dragons feiern 95:81-Erfolg gegen Oldenburg
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Viel Disziplin

Eine Mannschaft trumpft auf: Die Dragons feiern 95:81-Erfolg gegen Oldenburg

Quakenbrück. Gewonnen? Dominiert, phasenweise gezaubert. 3000 weniger 250, deren Herz auf der anderen Seite schlug, waren entzückt. Sogar der Trainer strahlte, was Seltenheitswert hat, aber an diesem Tag überfällig war, an dem die Artland Dragons mit dem überzeugend herausgespielten 95:81-Erfolg (46:41) gegen die EWE Baskets Oldenburg die Serie auf 13 Siege aus den letzten 14 Spielen ausbauten.

 
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Das Strahlen hat Seltenheitswert: Tobi der Drache, Anthony King, Johannes Strasser und Brandon Thomas (von links) klatschen Trainer Stefan Koch ab. Foto: Helmut Kemme

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Was Stefan Koch am meisten freute? Dass es eben nicht ein Duell zwischen David Holston und Bobby Brown war, auch wenn beide Topspieler im Mittelpunkt standen. Es war ein Triumph einer wahren Mannschaft gegen eine Ansammlung von starken Einzelkönnern, die 56 Prozent ihrer Würfe landete und imponierende 25 Assists (Oldenburg 10) bei 34 Treffern spielte. Was Koch zudem „sehr froh“ machte? Dass alle elf eingesetzten Spieler trafen und „alle ihren Beitrag am Erfolg“ hatten in einer Atmosphäre, für die der Coach den Fans besonders dankte, „denn auch sie haben einen guten Job gemacht“.

Das Spiel: Den furiosen Start der Dragons zum 9:2 (3.) konterten die Baskets zum 14:11 (7.) in einem sofort druckvollen ersten Viertel, in dem die Quakenbrücker bei aller Energie eine klarere Führung als das 25:20 verschenkten. Sie ließen Majstorovic durch einen Dreier mit der Sirene nach einem Zweier von Chubb im Spiel bleiben, wobei Burrell bereits drei Fouls kassierte. Im zweiten Viertel drehte dann Peavy mehr und mehr auf, als sich Bailey anstelle des „pausierenden“ Holston kantige Duelle mit Brown lieferte und Oldenburg zum 29:29 (15.) sowie 31:31 (16.) ausgleichen durfte. Was King, Thomas und Holston anstachelte zu einem mitreißenden 13:0-Lauf zum 44:31 (1:48 vor der Pause), ehe Oldenburg durch ein Brown-Solo und (wieder) einen Majstorovic-Dreier fünf Sekunden vor der Halbzeitsirene etwas Kosmetik zum 46:41 betreiben durfte. Danach gab es zunehmend keine Zweifel mehr an den Verhältnissen, weil zunächst Peavy, Holston und erneut Peavy jeweils per Dreier zum 66:58 (30.), dann Fenn, Holston und Hilliard per Dreier sowie begeisternde Spielzüge den Abstand auf 17 Punkte beim 84:67 (37.) ausbauten. Dass zwischendurch zu eilig und manchmal hektisch agiert wurde, tat nicht weiter weh, weil Oldenburg keine Antwort gegen die enorme Physis und Beweglichkeit fand. In das Schaulaufen am Ende passte der Einstand von Doeinck, der 12 Sekunden auf dem Feld stand, als auch der Youngster traf.

Die Wertung: Holston war natürlich die zentrale Figur, nahm zunächst mehr Würfe als üblich und nötig, dann weniger und wurde damit noch besser, überaus wertvoll auch Strasser (6 Assists, Holston 8, Brown 4). Thomas stellte sich beispielhaft in den Dienst des Teams mit Selbstlosigkeit, aber höchster Konzentration Paulding (1 Feldkorb) aus dem Spiel zu nehmen. Peavy wirbelte in Brettnähe, als habe es für ihn keinen Gegner an diesem Abend, an dem Grünheid trotz Knieprellung wie gewohnt zuverlässig auftrat, King wieder top konzentriert war und Bailey nach zu hektischem Anfang zunehmend überlegter. Hess passte sich ein, Fenn tat sich schwer.

Die Perspektive: Es gibt stärkere Gegner in der BBL und EuroChallenge in den nächsten Wochen, als es Oldenburg mit Alleinunterhalter Brown es an diesem Tag war. Doch Qualität und Disziplin von zehn Spielern, noch mehr deren Miteinander lassen träumen – zumindest hoffen am Mittwoch im Pokal gegen Bamberg.


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