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Artland Dragons vor dem Derby: Koch warnt vor Oldenburgs „erster Fünf“
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Autor: Winfried Beckmann 03. Februar 2012 18:52 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

„An heißem Tag jeder für 30 Punkte gut“

Artland Dragons vor dem Derby: Koch warnt vor Oldenburgs „erster Fünf“

bec Quakenbrück. Dreimal darf geraten werden, wer nicht vom Duell zwischen David Holston und Bobby Brown spricht, wenn es um den Vergleich zwischen den Artland Dragons und den EWE Baskets Oldenburg heute (14.50 Uhr, live bei Sport1) in der Artland-Arena geht. Trainer Stefan Koch, der nicht die beiden Spielmacher im Vergleich als Maßstab sieht, was in seinen Augen auch für den „Mini“ im Quakenbrücker Team gilt. „Was für David und uns wichtig ist? Wenn Brown 25 Punkte macht und er nur zwölf, aber wir haben gewonnen.“

 
Derby im Artland mit mehr als diesem Duell: David Holston (rechts), wie Bobby Brown als Spielmacher gefordert. Foto: Rolf Kamper  Vergrößern

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Doch erst einmal hat Koch natürlich Respekt vor den Oldenburgern, auch wenn sie auswärts zum Teil deutliche „Abfuhren“ mit 20 bis 30 Punkten Differenz in der Bundesliga kassierten, „denn das waren schwere Gegner“. Koch erinnert sich freilich gern an das Hinspiel eine Woche vor Heiligabend 2011, als die Dragons sich vorzeitig zum Fest mit einem 99:81-Prestigesieg bescherten, was erst in der zweiten Halbzeit absehbar war.

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Auch deshalb, weil die Oldenburger weniger Alternativen von der Bank haben? Davon will Koch nichts wissen, der vielmehr „Potenzial von der Bank“ sieht, wenn er zum Beispiel an Majstorovic, De Mello und Smeulders denkt. Andererseits weiß er, „dass viel über die erste Fünf geht“, um hier bei Brown, Paulding, Chubb, Burrell und Hasbrouck aber auch die große Stärke der Baskets zu sehen. „Die erste Fünf – da ist jeder an einem heißen Tag für 30 Punkte gut, für 15 mindestens“. Auch von „Müdelaufen“ will der Coach wenig wissen, „denn die können alle 30 bis 35 Minuten spielen“.

Einen „kleinen Vorteil“ sieht Koch eher darin, dass die Dragons in dieser Woche in der EuroChallenge ein Heimspiel hatten, die Baskets nach Ventspils in Lettland reisen mussten. Von besonderer Motivation wegen des Derbycharakters dieses Duells („Das ist mehr was für die Fans“) will der Coach nichts wissen. „100 Prozent sind sowieso in jedem Spiel angesagt.“

Dabei weiß der Coach das Selbstbewusstsein zu schätzen, das sein Team aus einer beeindruckenden Serie von zwölf Siegen aus den letzten 13 Spielen schöpft, acht davon im Monat Januar. Nicht minder die personelle Perspektive mit Anthony Hilliard als zusätzlichem Ausländer, seit Adam Hess die deutsche Staatsbürgerschaft Anfang dieser Woche bekam.

Und die neue „10er-Rotation“, wie die wirklich aktive Auswahl aus einem 12er-Kader genannt wird, ist heute komplett und gesund, laut Koch keineswegs müde nach dem Dienstag-Spiel gegen Antwerpen, als Holston und Nathan Peavy mit jeweils 27 Minuten am längsten auf dem Parkett standen. Nach überstandener Grippe nur in Zivil auf der Bank sitzt Florian Hartenstein – nicht in Weiß wie die Fangemeinde der Dragons, die getreu der Devise „Wird es heiß, trag ich Weiß“ wieder im hellen Oberteil auf den Rängen erwartet wird.

Voll besetzt, auch wenn aus Oldenburg erstmals in der neunjährigen gemeinsamen Bundesligazeit bei einer Bilanz von 7:10 Siegen aus Dragons-Sicht etwa 40 Karten aus dem üblichen Zehn-Prozent-Kontingent zurückkamen. Freilich in Minutenschnelle vergriffen waren, denn Oldenburg in Quakenbrück – das zieht noch immer. Auch, weil in beiden Teams die beiden Topwerfer der Liga spielen: Brown mit 17,8, Holston mit 17,6 Punkten im Schnitt pro Spiel. Ein Beweis dafür, wie sehr Brown das Baskets-Spiel prägt: 109 Freiwurf-Versuche hatte der 27-jährige ehemalige NBA-Profi bisher in dieser BBL-Saison, davon 81 verwandelt. Eine Quote, die Holston mit 85 von 99 überbietet.


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