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Tippspiel
Artland Dragons
„Nachtschwärmer“ drehen auf
Osnabrück. Insgeheim hatten die GiroLive Ballers auf müde Artland Dragons und vielleicht eine Überraschung gehofft. Doch die „Nachtschwärmer“ aus Quakenbrück, die erst um 4.30 Uhr an Land gekommen waren aus Belgien, waren hellwach und fit genug, um die PR-Stunde in Sachen Basketball in der mit 1400 Fans nicht ausverkauften KiKxxl-Arena in Osnabrück stil- und eindrucksvoll mit 84:57 (47:31) zu gewinnen.
Es war schwer, nach den Spielen in Belgien die Leistung einzuordnen. Wir haben positiv begonnen, dann Schwächen gezeigt, aber uns wieder gesteigert“, meinte ein nicht unzufriedener Dragons-Trainer Stefan Koch.
Das Spiel: Alles andere als müde starteten die Dragons, die sofort da waren gegendie eher respektvoll startenden Ballers. Fenn sorgte für den ersen Feldkorb beim Gast, Spöler beim Gastgeber zum 4:8, ehe die Quakenbrücker dank Rice mit dessen Dreier zum 21:6 (6.) auf 30:14 (10.) davonzogen. Etwas anders im zweiten Viertel, weil sich die Ballers fingen, mehr zutrauten und auf 29:38 (16.) herankamen. Was Hess zu bunt war, der zugriff und vorlegte zum 47:31 beim Wechsel. Danach waren die Dragons kurz unsortiert bis zum 33:47, doch dann brannten sie ein Feuerwerk mit dem Zauber von Rice und Ibekwe sowie der Power von Hess beim 19:0-Lauf vom 52:41 (24.) zum 41:71 (0:50) ab. Auch im letzten Viertel ließen die Dragons nichts anbrennen bei Korb- und Spielkontrolle ohne Risiko gegen verständlich langsamer werdende Ballers, bei denen Hird am Korb und Friedel im Aufbau glänzten.
Die Wertung: Ein Test, mehr nicht? Doch, denn es war mehr als ein normales Testspiel, ein Prestigeduell, in das sich die Ballers mehr einbrachen als zum Beispiel Erstligist Düsseldorf eine Woche zuvor gegen die Dragons. Die Quakenbrücker kamen müde aus Belgien von zwei Spielen in drei Tagen zurück - beim 68:74 verbessert gegenüber dem 72:93. Hart, aber wertvoll, sich auch mal unausgeruht zu testen.
Die Perspektive: Den Ballers fehlte gestern noch WM-Teilnehmer Shepherd, mit dem sie noch mehr Struktur im Aufbau entwickeln können, bis heute in zwei Wochen gegen Freiburg die Saison in der 2. Liga startet. Die Dragons haben eine Woche mehr Zeit bis zum BBL-Start in Ludwigsburg und mit Bailey (verletzt) und Peavy (WM-Teilnehmer) noch zwei Trümpfe in der Hinterhand, wenn sie sich an den beiden nächsten Wochenenden bei Turnieren in Lich und Bad Neuenahr den letzten Schliff holen. Dabei bleibt Mangold, der in erster Linie Drache bleibt, aber mit Doppellizenz künftig auch für Vechta in der Pro B auflaufen darf, um mehr Spielzeit zu bekommen.
Das Drumherum: Das hat was, eine einladende Halle, eine erwartungsvolle Kulisse und ein laut zu hörender, manchmal von den Beats übertroffener Einheizer am Mikrophon. Glücklich, wer mit dem Fahrrad, Bus oder zu Fuß kam, denn parktechnisch ging ab halb acht Uhr wenig bis gar nichts mehr. Und was passierte, als es um 20 Uhr losgehen sollte? Das Licht ließ sich nicht wieder einschalten, erst mit Verzögerung.
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