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Tippspiel
Kein „Spielboykott“, aber auch kein „Muss“
Osnabrück. Das Präsidium des Niedersächsischen Fußball-Verbandes will kurzfristig überlegen, wie es mit dem Problem umgeht, dass Eintracht Nordhorn und Kickers Emden nach ihren Insolvenzen ohne Wertung zu den verbleibenden Spielen in der Oberliga antreten. „Wir müssen eine pragmatische Lösung finden“, stellt Jürgen Stebani als Spielausschuss-Vorsitzender klar.
Die Funktionäre können nicht alle Partien mit Emder und Nordhorner Beteiligung absagen, da die Vereine grundsätzlich das Recht haben, Spiele auszutragen. Auf der anderen Seite haben die anderen 15 Oberligisten die Möglichkeit, nicht zu den Spielen gegen Nordhorn oder Emden anzutreten. Die Spielordnung sieht für das Nichtantreten eine Geldstrafe von bis zu 250 Euro vor. Das sei Ermessenssache, erklärt Stebani. Die NFV-Spitze kann nicht zum „Spielboykott“ aufrufen, aber deutlich machen, dass es keine finanziellen Sanktionen gegen die Vereine gibt, die gegen Emden und Nordhorn nicht antreten. „Ich persönlich fände es pervers, damit auch noch Gelder zu generieren“, betont Stebani, „wir wollen eine entgegenkommende Regelung treffen.“
Gespannt darf man sein, wie die betreffenden Vereine aus Emden und Nordhorn diese Regelung finden. Schließlich arbeitete man in Ostfriesland und der Grafschaft Nordhorn in den vergangenen Wochen mit Hochdruck daran, eine Mannschaft für die Rückrunde zusammenzubekommen. Im Fall Emden hatten die Abwerbeaktionen des Noch-Oberligisten, der mit rund drei Millionen Euro bei mehreren Gläubigern in der Kreide steht, für Unmut bei den kleinen Vereinen gesorgt.
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