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Früher Ankum, heute Arsenal
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Quelle: heu/dpa/Neue Osnabrücker Zeitung 01. Februar 2012 19:13 Uhr

Eisfeld für hohe Ablösesumme vom BVB nach London – Wenger: Exzellenter Spieler

Früher Ankum, heute Arsenal

heu/dpa Dortmund. Es der 5. Mai 2004, als bei einem D-Jugend-Auswahlturnier in Merzen ein Fußballtalent aus Ankum auf sich aufmerksam macht. „Der kann einmal ein ganz Großer werden“, schwärmt Auswahltrainer Uwe Krebs damals von Thomas Eisfeld. Der erfahrene Stützpunktcoach könnte recht behalten. Denn über VfL Osnabrück und Borussia Dortmund führt der Karriereweg des Filigrantechnikers nun in den Profikader von Arsenal London.

 
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Trikottausch: Thomas Eisfeld (hier 2004 in Merzen) wechselte über den BVB zu Arsenal London (r.).Fotos: Kamper/Imago/Getty

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„Talent haben viele. Aber Thomas hat immer auch den absoluten Willen gehabt, es wirklich zu schaffen“, erinnert sich Krebs. Neben Beidfüßigkeit und Antizipation zeichnen den offensiven Mittelfeldspieler seine grandioser Ballbehandlung und der gute Blick für den Mitspieler aus. Er sei ein Instinktfußballer, der gewisse Qualitäten mitbringe, die man nicht erlernen könne, meint der Talentförderer.

Offenbar ist Arsène Wenger der gleichen Meinung: „Thomas ist ein Spieler, den wir schon eine Weile beobachten. Er hat in dieser Saison für Dortmunds Jugend exzellent gespielt“, sagt der langjährige Arsenal-Coach. Der Transfer war dem Mertesacker-Club einiges wert. Die „Bild“-Zeitung spricht von 750000 Euro, die „Daily Mail“ nennt 420000 Pfund (rund 505000 Euro) als Ablösesumme.

„Für den BVB war der Transfer aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll“, bestätigt der Dortmunder Sportdirektor Michael Zorc indirekt. Immerhin spielte der gerade 19-jährige Eisfeld beim BVB weder für die Bundesliga- noch für die Regionalligamannschaft eine Rolle. Auch beim DFB ist der U-19-Akteur ein unbeschriebenes Blatt. Einsätze in der Jugendnationalmannschaft? Fehlanzeige.

Doch die Arsenal-Scouts wollten ihn unbedingt sofort, obwohl „sein Vertrag zum Saisonende ohnehin ausgelaufen wäre“, wie Eisfeld-Berater Reza Fazeli gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Der Geschäftsmann aus Düsseldorf, der auch Nuri Sahin, Ashkan Dejagah und die Altintop-Brüder zu seinen Klienten zählt, hat in London die Konditionen des Vertrags (bis 2015) ausgehandelt. „Thomas wird mit den Profis trainieren. Nach zwei, drei Wochen im Hotel bezieht er eine Wohnung in London“, berichtet der Agenturchef.

Auch dürften ihn seine in Ankum wohnhaften Eltern regelmäßig besuchen. Vater Sergej treibt die Karriere seines Sohnes ohnehin seit Jahren voran. Mit einem vom BVB gestellten Pkw chauffierte er seinen Sohn drei Jahre lang dreimal wöchentlich zum Training nach Dortmund, ehe der Gymnasiast 2009 komplett übersiedelte,

„Ohne den Rückhalt seines Elternhauses hätte Thomas das nicht geschafft“, meint auch Krebs. Selbst ein Kreuzbandriss Ende 2009 konnte ihn nicht aus der Bahn werfen. Eisfeld bewies damals seine Kämpferqualitäten. Denn er verfolgte einen großen Traum: „Ich will unbedingt Profi werden“, sagte er im Mai 2010 in einem Gespräch mit der NOZ. So schnell kann sich ein Traum erfüllen.

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