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Werltes erster Heimsieg ließ lange auf sich warten
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Werltes erster Heimsieg ließ lange auf sich warten
Werltes erster Heimsieg ließ lange auf sich warten
WERLTE. Beim Fußball-Bezirksligisten SV Sparta Werlte rückten zum Jahresbeginn die sportlichen Belange vollkommen in den Hintergrund. Am 10. Januar verunglückte Defensivspieler Jörg Korte tödlich bei einem Verkehrsunfall. „Der Schock von der Nachricht über Jörgs Tod hat alle von uns hart getroffen, und jeder brauchte eine Weile, um das zu verarbeiten“, sagte Trainer Stephan Sandmann.
Zum Vorbereitungsauftakt hat er mit seiner Mannschaft intensiv über dieses Thema gesprochen, die sich vorgenommen hat, die Rückrunde im Sinne und zugunsten von Jörg zu spielen. „Die Spieler wollen sich so reinhängen, wie sie es immer getan haben“, sagte Sandmann.
Mit der Halbserienbilanz seines Teams ist der Sparta-Coach insgesamt sehr zufrieden. Werlte überwintert auf einem guten sechsten Platz und hat den durchwachsenen Saisonauftakt vor allem durch Siege zum Ende der Hinrunde nahezu vergessen lassen. „Der erste Heimsieg ließ lange auf sich warten, dann kamen wir besser in Tritt, konnten uns langsam ins Mittelfeld absetzen, wobei wir immer noch den Blick zum Tabellenende richten mussten“, erinnert Sandmann.
Der Coach sah sowohl Top-Leistungen seiner Mannschaft wie beispielsweise den überraschenden Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten TuS Lingen, wie auch ärgerliche und unnötige Niederlagen wie im Hin- und Rückspiel gegen Grün-Weiß Wielen.
Personell musste Stephan Sandmann eine Reihe neuer Spieler gegenüber der Vorsaison in das Team einbauen. Der erst 18-jährige Torwart Bastian Spille, Innenverteidiger Tobias Fischer oder Stürmer Arthur Richter nutzten ihre Chance und avancierten bereits in ihrer ersten Saison für Sparta zu Stammspielern. Eine Menge Pech hatte hingegen Keeper Gerrit Schwarte. Gleich im ersten Spiel gegen SV Dalum sah er die Rote Karte und erlitt nach Ablauf seiner Sperre einen Muskelbündelriss, der ihn für den Rest der Hinrunde außer Gefecht setzte. Die andauernde Verletzung hat die Rückkehr vom langjährigen Keeper Frank Richter zur Folge. „Wir mussten reagieren und freuen uns, mit Frank nun dauerhaft einen zweiten Torwart zur Verfügung zu haben“, freut sich Sandmann über den Rückkehrer, der sich „einen harten Konkurrenzkampf mit Bastian Spille um Werltes Nummer eins“ stellen muss. Spartas erfolgreichster Torjäger Alex Rode (zehn Treffer) spielte fast die komplette Hinserie mit einem Leistenbruch. „Die Winterpause nutzte Alex für die erforderliche OP. Er hat bereits wieder mit dem Lauftraining begonnen und wird uns hoffentlich schnell wieder vollständig genesen zur Verfügung stehen“, sagte Sandmann.
Trotz einiger Ausfälle konnte der Coach zumeist personell aus dem Vollen schöpfen, was intern zu einem „gesunden Konkurrenzkampf“ führte. In der Rückserie erhoffen sich die Werlter, dass gerade in der Chancenauswertung mehr Effizienz erreicht werden kann und am Ende ein einstelliger Tabellenplatz herausspringt.
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