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Autor: Holger Szyska 16. September 2011 18:40 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Meppener Frauen wollen gegen Oldesloe „gieriger auf den Sieg sein“

Lieber riskant als zu lieb

hsz Meppen. Das unglückliche Aus im DFB-Pokal durch das 0:1 nach Verlängerung gegen Werder Bremen hat Maria Reisinger abgehakt. Doch die Trainerin des SV Meppen setzt darauf, dass ihre Fußballerinnen im Zweitliga-Heimspiel gegen den FFC Oldesloe (So., 14 Uhr) die richtigen Lehren aus der Partie ziehen.

 
Die Gegnerin am Boden, die Meppenerin – hier Nina Lögering beim 8:0-Sieg gegen Mellendorf – standhaft: So stellt sich SVM-Trainerin Maria Reisinger den Auftritt am Sonntag in der MEP-Arena gegen den FFC Oldesloe vor. Foto: Doris Leißing  Vergrößern

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„Ich war enttäuscht, wie ängstlich wir waren“, sagt Reisinger rückblickend. Der Zug nach vorne habe gefehlt, weil ihr Team „immer wieder den Sicherheitspass gespielt hat“. Entsprechend richtete sie am Montag, Mittwoch und Freitag das Training aus – Pässe aus dem Mittelfeld in die Spitze, wo die Offensivkräfte den Zweikampf suchen und sich durchsetzen sollten. Reisinger betont: „Wir müssen ein gewisses Risiko eingehen und uns trauen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die noch viel zu lieb ist. Wir brauchen auch Frechheit und Ausgebufftheit, müssen gieriger auf den Sieg sein.“

In der heimischen MEP-Arena streben Reisinger und ihr Kompagnon Frank Gunia einen Dreier gegen „einen Gegner auf Augenhöhe“ an, um sich nach dem dritten Spieltag im vorderen Mittelfeld der Liga festzusetzen. Ein 8:0-Sieg wie im ersten Heimspiel gegen Mellendorf erscheint allerdings ausgeschlossen. Trotz der Oldesloer 1:4-Niederlage erkannte Gunia im Pokal in Herford das Potenzial der Gäste. Reisinger weiß: „Das ist ein schwerer Gegner.“ Denn das Team aus dem schleswig-holsteinischen Kreis Stormarn hat sich mit sechs Spielerinnen aus den Reihen des abgemeldeten Vorjahres-Meisters Hamburger SV II verstärkt. Reisinger: „Sie müssen sich noch finden. Aber unter der Hand wurde Oldesloe als ein Kandidat gehandelt, der oben mitspielen kann.“

Aufgrund von Verletzungen fehlt dem SVM-Trainergespann gleich ein Sextett. Neu im Lazarett ist Ewa Zyla (Fußprellung und Bluterguss im Knie), weiterhin nicht einsatzfähig sind Kerstin Jäger (Fußprellung), Sina Tepe (Anriss des vorderen Kreuzbands) und Melanie Roters (Meniskuseinriss und Knorpelschaden). Bei Roters deutet laut Reisinger „alles auf eine Operation hin“, bei Tepe ist eine konservative Behandlung geplant. Ein Lichtblick ist die Genesung von Romina Burgheim, die nach ihrem Kreuzbandriss wohl Mitte Oktober wieder ins Training einsteigen kann. Katrin Freckmann hat bereits wieder mit dem Team trainiert, sie soll in der Oberliga-Reserve Spielpraxis bekommen.

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