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Tippspiel
Hundebiss sorgt für Spielabbruch
thm Emsland. Nach einer Bissattacke eines Schäferhundes auf den Dalumer Kai Jansen ist das Spiel der Emsländer in der Fußball-Bezirksliga beim Türkischen Verein Nordhorn abgebrochen worden.
„Das darf nicht passieren“, sagte Dalums Trainer Arne Helmer zur Szene nach knapp über einer Stunde. 1:2 lag sein Team zurück, als Jansen den Ball zum Einwurf wiederholen wollte und von dem Vierbeiner gebissen wurde – fast wie einst Friedel Rausch im Derby seiner Schalker gegen Dortmund in der Saison 1969/70. Jansen, der später ins Krankenhaus gebracht wurde, habe eine gut fünf Zentimeter breite Wunde am linken Oberschenkel gehabt, so Helmer.
Der Coach hatte schon zuvor ein hitziges Match gesehen. Acht Gelbe Karten für die Gastgeber, drei für die Gäste, einen Platzverweis für Waldemar Bressel, dazu drei Elfmeter. „Was da auf dem Platz abgegangen ist, das ist grenzwertig“, ärgerte sich Helmer über das hohe Maß an Aggressivität, das auch zur Entscheidung für den Abbruch beigetragen hat. Denn nach der Bissattacke kochten die Emotionen weiter hoch. Helmer: „Das war ein Riesentumult.“ Gemeinsam mit dem Schiedsrichtergespann um Raphael Schlangen entschieden sich die Dalumer dazu, das Spiel nicht fortzusetzen. Auch, um die Spieler zu schützen. „Wer weiß, wie es weitergegangen wäre“, so Helmer. Er geht davon aus, dass die Partie wiederholt wird. „Wenn das Spiel gegen uns gewertet wird, wäre das eine Sauerei. Dann kann ja jeder einen Hund mitbringen, falls es mal nicht läuft.“
Ruhiger blieb es auf den anderen Plätzen. Der SV Meppen II ist nach dem 2:0 gegen Laxten Zweiter. Den Schlüssel gegen laufstarke und disziplinierte Gäste fanden die Kreisstädter erst in der zweiten Halbzeit, als sie mehr Druck machten. Laxten fiel zurück auf Rang vier, bleibt aber vor dem Stadtrivalen TuS Lingen, der mit dem 0:1 beim VfL Weiße Elf Nordhorn die zweite Niederlage in Folge kassierte.
Aufsteiger TuS Aschendorf bewies mit dem 3:1-Sieg bei Concordia Emsbüren endgültig Bezirksliga-Reife, der Haselünner SV und der VfL Herzlake sind indes weiter sieglos. Beim HSV schrillen nach dem 0:4 gegen Wielen die Alarmglocken. Teamkoordinator Thomas Rensing redete Klartext: „Das war gar nichts.“. Ernst ist die Situation auch beim VfL nach dem 1:2 gegen Spitzenreiter Neuenhaus. „Drei Punkte waren eigentlich Pflicht“, weiß Trainer Friedhelm Lübken, dass die Situation immer ernster wird. Dabei hatte der VfL gut angefangen und lag sogar in Führung. Doch nach dem Ausgleich folgte der Knacks. „Der Kopf ist zu schnell nach unten gegangen“, so Lübken.
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