·
Kontakt·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Spanien ringt DHB-Team nieder – WM-Aus nach 24:28
Saragossa. Spanien, immer wieder Spanien. Wie im Fußball waren die Iberer nun auch im Handball der deutschen Nationalmannschaft eine Kleinigkeit voraus. Gerade weil beim 24:28 (14:12) im WM-Viertelfinale nicht viel fehlte, trugen die deutschen Akteure große Trauer. Keeper Silvio Heinevetter schmiss sich nach dem Aus schnell ein Handtuch über den Kopf und ärgerte sich: „Für dicht dran kannst du dir nichts kaufen.“.
Ähnlich sah es Sven-Sören Christophersen: „Ein Aus in einem Viertelfinale kann und will ich mir nicht schön reden. Das i-Tüpfelchen hat gefehlt.“ Bundestrainer Martin Heuberger zollte seiner Mannschaft dagegen ein großes Lob: „Wir haben auch heute wieder ein sehr gutes Niveau gehabt. Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren, weil wir uns in diesem Turnier kontinuierlich entwickelt haben.“
Wenn sich die Emotionen nach dem packenden Auftritt im Pabellon Principe Felipe zu Saragossa gelegt haben und die deutschen Spieler eine Nacht über die Ereignisse geschlafen haben, werden sie bei einer dann nüchternen Analyse feststellen, dass sie den Gastgeber und großen Turnierfavoriten am Rande der Verzweiflung hatten. Mit viel Spaß und noch mehr Konzentration zauberten Kapitän Oliver Roggisch & Co. eine nahezu perfekte erste Halbzeit in die mit 11000 Zuschauern ausverkaufte Halle. Beseelt von der großen Unterstützung aus der Heimat - einige Fußball-Bundesligatrainer hatten mit Bundestrainer Jogi Löw eine Video-Botschaft mit dem Titel „Auswärtssieg“ nach Spanien geschickt setzten die Deutschen von Beginn an Wirkungstreffer. Zunächst mit schnellen Kontern, nachher mit intelligentem Kreisläuferspiel bohrten sie Löcher in die spanische 5:1-Defensive.
In der Verteidigung verwirrte die DHB-Auswahl den Favoriten derart, dass der gleich sechs leichte Ballverluste produzierte. Negativer Höhepunkt war der Eckball von Albert Rocas, den der Rechtsaußen quer über Feld ins gegenüberliegende Seitenaus wuchtete (26.). Außerdem kassierte Torwart Heinevetter lediglich einen (!) Distanzschuss in der gesamten Partie. „Wir haben Spanien unser Spiel aufgezwungen“, meinte Michael Haaß.
Die Deutschen hatten Spaß, die Spanier Stress. Doch nach dem Seitenwechsel sollte sich das Blatt wenden. Der Kempaversuch in doppelter Unterzahl direkt nach Wiederanpfiff, den Dominik Klein leider nicht im Tor unterbrachte, war der letzte Genussmoment für den deutschen Angriff. Im Rest der Begegnung häuften sich die Fehlwürfe und die Verzweiflungstaten. Patrick Groetzki drehte beim 17:18 (39.) den Ball am Tor vorbei. Drei Minuten später scheiterte er in ähnlicher Wurfauslage erneut. Aus dem Positionsspiel gelang den Heuberger-Mannen zwischen der 47. und 56. Minute kein Treffer. „Uns fehlten Ruhe und Bewegung“, monierte der Coach. Und selbst als die Spanier bereits vorbeigezogen waren und das Spiel beim 26:22 (56.) scheinbar schon entschieden hatten, boten sich noch Möglichkeiten für die Deutschen.
Allerdings ging ein Gegenstoß-Pass von Roggisch verloren, Weinhold hatte Wurfpech und Michael Haaß kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe. „Einige sind heute an ihre Grenzen gestoßen, das ist aber in einem WM-Viertelfinale normal“, sagte der Bundestrainer und machte seinen Schützlingen „überhaupt keinen Vorwurf“.
Nach der Schluss-Sirene tanzten die Sieger im Kreis, die Verlierer spendeten sich Trost. Bitteres Ende eines Wintermärchens...
Bitteres WM-Aus für deutsche Handballer
Nach dem jähen Ende ihrer wunderbaren WM-Reise schwankte die Stimmung der deutschen Handball-Männer zwischen Enttäuschung und Stolz. Inmitten des Jubels... mehr
Nun Geheimfavorit: DHB-Auswahl im WM-Viertelfinale
Die Bewegung war unnachahmlich, die Wirkung spielentscheidend: Silvio Heinevetter wehrte beim 18:16 spektakulär einen Konter ab. mehr
Dank Abwehrriegel: DHB-Team im WM-Achtelfinale
Michael Haaß schaute ungläubig, als er als bester Spieler der Partie ausgerufen wurde. Neben Kapitän Oliver Roggisch war der Spielmacher der... mehr
Mehr Sport












...es war ein geiler Auftritt von Euch!!!