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Jetzt endgültig Schluss?
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 17. April 2004 00:00 Uhr


Jetzt endgültig Schluss?

Zweimal hat sie bereits aufgehört. Aller guten Dinge sollen nun drei sein, denn Dagmar Imme verweist auf eine "eidesstattliche Erklärung", die sie ihrem Chef Dr. Michael Karsch sowie ihren Kolleginnen in der Arztpraxis an den Tresen geheftet hat, wonach nach dieser Saison wirklich Schluss ist. "Es ist einfach zu anstrengend. Ich merke das Spiel von Sonntag noch am Montag und manchmal am Mittwoch", erklärt die vielseitige Sportlerin, die neben Fußball auch intensiv Leichtathletik betreibt und sich von der Doppelbelastung nun endgültig verabschieden will.

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Freilich in einem gutem Gefühl, "denn Göttingen kann uns nicht mehr einholen", wie die 34-Jährige beim Blick auf die Tabelle der Regionalliga erkennt. Im Jahr eins nach dem radikalen Schnitt hat die TSG Burg Gretesch allen Unkenrufen zum Trotz den Klassenerhalt in der Regionalliga geschafft, was die Aufgabe am Sonntag (15 Uhr, Gretescher Platz) gegen den SV Hastenbeck am viertletzten Spieltag noch angenehmer macht.

Acht Punkte vor dem Tabellenletzten, der als Einziger absteigt, hatten sich die Osnabrückerinnen wohl kaum ausgerechnet, als sie die Saison mit Spielerinnen aus tieferen Klassen starteten. Kein Wunder, dass Trainer Ciske Stijl damals bereits bei Dagmar Imme anfragte und alsbald noch heftiger anklopfte, ehe sich die vielseitige Spielerin zum zweiten Mal zu einem Comeback wie ein Jahr zuvor überreden ließ.

"Aber nur aushelfen, wenn es nötig ist", erklärte Dagmar Imme damals, was fast wie ein Freifahrtschein genutzt wurde, denn Bedarf nach einer derart erfahrenen und bewährten Spielerin bestand immer. "Es macht sehr viel Spaß. Das ist eine super Truppe", sagt die Allrounderin über das neue Team, "das es mir auch leicht gemacht hat". Dabei wird sie natürlich auch gesucht von den jungen Spielerinnen, wenn sie vom Trainer recht variabel je nach Bedarf und Gegner eingesetzt wird, um mit Schnelligkeit und Ausdauer neben ihrer Teamfähigkeit wesentlich zur Entwicklung der neuen Mannschaft beizutragen.

Nicht zu vergessen Dagmar Imme als Typ Optimist, den nicht nur die Gretescher Fußballdamen schätzen, sondern auch die LGO-Leichtathletinnen Kirsten Repking, Renate Keller und Andrea Vormoor, mit denen sie in einer "Supertruppe" viermal in der Woche "sehr ehrgeizig, aber mit sehr viel Spaß" die Vielfalt der Leichtathletik trainiert. Und hinterher ein Weizenbier ("alkoholfrei") trinkt sowie ohnehin viel Freizeit verbringt neben den Wettkämpfen bis zu Meisterschaften auf Nord- und Bundesebene im Mehrkampf sowie in Einzeldisziplinen wie Speerwerfen und Dreisprung.

So passt die Steigerung der letzten Wochen, als die TSG-Damen den neun Niederlagen und fünf Unentschieden im alten Jahr drei Siege aus den letzten vier Spielen im neuen Jahr folgen ließen, in die Jahresplanung von Dagmar Imme, die 1992 von Motor Halle (an der Saale) nach Osnabrück und damit zur TSG kam. Mit dem Punktepolster, das den Klassenerhalt sichert, können die Gretescherinnen ihren Leitwolf leichter an die Leichtathletik "abgeben".  Mehr Sport

 

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