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BVB nach 4:0 in Kiel im Pokal-Halbfinale
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Quelle: dpa 07. Februar 2012 22:47 Uhr


BVB nach 4:0 in Kiel im Pokal-Halbfinale

Borussia Dortmund hat das Kieler Pokal-Märchen beendet und ist dem ersten Double der Vereinsgeschichte einen weiteren Schritt nähergekommen. Der deutsche Meister erreichte durch das 4:0 (2:0) beim Viertligisten Holstein Kiel erstmals seit 2008 wieder das Halbfinale im DFB-Pokal.

 
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Shinji Kagawa (r) gratuliert Robert Lewandowski zum Treffer zum 1:0. Foto: Christian Charisius Kiels Trainer Thorsten Gutzeit (l) und sein Dortmunder Kollege Jürgen Klopp vor der Partie. Foto: Christian Charisius Eine Kieler Anhängerin strahlte vor anpfiff noch vor Optimismus. Foto: Marcus Brandt Die Dortmunder feiern den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. Foto: Marcus Brandt 2:0 für den BVB: Lukas Piszczek umarmt Torschütze Shinji Kagawa. Foto: Christian Charisius BVB-Stürmer Robert Lewandowski trifft zum 1:0 gegen Holstein Kiel. Foto: Christian Charisius

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Bei teilweise irregulären Platzverhältnissen und minus fünf Grad trafen der Pole Robert Lewandowski (11.) mit seinem vierten Pokal-Tor, Shinji Kagawa (18.), Lucas Barrios (80.) und Ivan Perisic (87.) für den überlegenen Tabellenführer der Bundesliga. Nach den überraschenden Zu-Null-Siegen gegen den Bundesligisten Mainz 05 (2:0) und davor gegen die Zweitligisten Energie Cottbus (3:0) und MSV Duisburg (2:0) fehlte dem kämpferisch überzeugenden Pokalschreck aus Kiel vor 11 522 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion diesmal ganz einfach die Klasse.

Der erleichterte BVB-Coach Jürgen Klopp nahm nach dem Abpfiff vor allem den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in die Pflicht und forderte in Zukunft adäquate Bedingungen für solch ein Hochglanzspiel. «Man spielt auch nicht Eishockey auf Rasen. Das ist im Profi-Fußball nicht in Ordnung. Es müsste ein Platz mit Rasenheizung zur Verfügung gestellt werden. Wir sind froh, dass es keine schweren Verletzungen gab», erklärte Klopp und schimpfte, der Platz sei eigentlich nicht zu verantworten gewesen.

Sein Kollege aus Kiel, Thorsten Gutzeit hatte gehofft, dass der knochenharte Boden die Spiellust der kombinationssicheren Dortmunder negativ beeinflussen würde. Erst drei Stunden vor dem Anpfiff war ein 8000 Quadratmeter großes Klima-Zelt über dem neu verlegten Rasen entfernt worden, das ein Anfrieren des Bodens hätte verhindern sollen - vergeblich. Ohne Rasenheizung glich der Untergrund an vielen Stellen einer Betonpiste.

Seit ihrem Pokal-Coup am 21. Dezember gegen Mainz hatten die Kieler kein Pflichtspiel mehr bestritten. Erst am Sonntag geht der Alltag für den Zweiten der Regionalliga Nord mit der Dienstreise zum SV Meppen weiter. Nach einem dreitägigen Kurz-Trainingslager im dänischen Lögumkloster war von fehlender Spielpraxis beim Außenseiter allerdings nichts zu sehen. Gleich in der achten Minute vergab Marc Heider einen Hochkaräter, als er allein vor dem BVB-Tor auftauchte und aus acht Metern an BVB-Schlussmann Mitchell Langerak scheiterte. Wie abgesprochen durfte der australische Ersatzkeeper für Roman Weidenfeller ran.

Vier Tage nach der Rückkehr an die Bundesliga-Tabellenspitze sorgte der Meister früh für klare Verhältnisse. In der elften Minute gelang Lewandowski nach artistischer Vorarbeit des starken Perisic das 1:0. Nur sieben Minuten später veredelte Kagawa eine schöne Ballstafette über Kapitän Sebastian Kehl und Lukasz Piszczek zum 2:0. Genauso hatte es sich BVB-Coach Jürgen Klopp gewünscht.

Souverän und hochkonzentriert spulte das Dortmunder Starensemble sein Pensum ab und brachte die Gastgeber immer wieder in Verlegenheit. Kagawa (22.) und Moritz Leitner (35.) ließen jedoch gute Gelegenheiten liegen. Die mangelnde Chancenverwertung nahm BVB-Sportdirektor Michael Zorc noch relativ gelassen, dafür wetterte er gegen den Platz. «Teilweise sind es irreguläre Bedingungen. Besonders auf den Außenbahnen ist kein vernünftiger Fußball möglich. Die Verletzungsgefahr ist sehr groß», kommentierte Zorc und forderte entsprechende Regeländerungen, damit ein DFB-Pokal-Viertelfinale in vernünftigem Rahmen stattfinden könne.

Auch nach dem Wechsel behielten die Dortmunder ihr Übergewicht im Mittelfeld. Seit 14 Spielen in der Liga ungeschlagen, demonstrierte die Dortmunder Disziplin im Defensivverhalten die nötige Ernsthaftigkeit für diesen Pokal-Abend. Der eingewechselte Barrios und Perisic setzten die Schlusspointen. Direkt nach der Partie flogen die Dortmunder Richtung Heimat.
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