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Tippspiel
Höfl-Riesch 4. in der Abfahrt - 50. Sieg für Vonn
Garmisch-partenkirchen. Sieg-Jubiläum für Lindsey Vonn. Zum 50. Mal stand die amerikanische Skirennfahrerin ganz oben auf dem Weltcup-Podest. Maria Höfl-Riesch zeigte sich beim Heim-Rennen in Garmisch-Partenkirchen trotz verpassten Stockerlrangs als Vierte zufrieden.
Lange lag die mit Startnummer 3 ins Rennen gegangene Schweizerin Nadja Kamer vorne - bis Vonn kam. Zwar führte der US-Star nicht wie gewohnt gleich von der ersten Zwischenzeit an, aber auf der eisigen Kandahar spielte sie bei offiziell minus 22 Grad mehr und mehr ihre Stärke aus. Im Ziel rangierte sie dann 0,41 Sekunden vor der Schweizerin. Und natürlich kam keine der wegen der Kälte zum Teil dick vermummten Fahrerinnen an die Zeit der Abfahrts-Olympiasiegerin heran.
Mit 50 Siegen auf dem Konto ist Vonn Dritte in der Rangliste der erfolgreichsten Weltcup-Fahrerinnen. Es führt die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll (62 Erfolge) vor der Schweizerin Vreni Schneider (55). Bedenkt man die Dominanz Vonns in den vergangenen Wintern, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis die dreimalige Gesamtweltcupgewinnerin Moser-Prölls Bestmarke knackt. «Das kann ich mir gut vorstellen», sagte die Österreicherin Elisabeth Görgl. «Man muss einfach zur Kenntnis nehmen, dass sie irgendwas viel besser macht als alle anderen.» Görgl selbst wurde am Ort ihre zwei WM-Siege aus dem Vorjahr Sechste.
Wie vor zwölf Monaten reichte es für die zweimalige WM-Dritte Höfl-Riesch nicht zum Abfahrtssieg. Trotzdem war sie nicht unglücklich. «Ich bin zufrieden mit meiner Fahrt und dem Ergebnis», sagte die 27-Jährige. Den tiefen Temperaturen trotzte sie wie viele Sportlerinnen mit einer Maske im Gesicht. «Ich sehe es nicht ein, dass ich mir die Haut erfrier», betonte die 21-malige Weltcup-Gewinnerin.
Neben dem Gesichtsschutz waren vor allem warme Plätze wie die Hütte am Herren-Start gefragt. «Es war ganz schön eng heute und dementsprechend warm, weil so viele Leute drin waren», schilderte Viktoria Rebensburg. Am Ende wurde sie selbst - ein wenig ratlos ob des Zeitrückstands von 2,68 Sekunden auf Vonn - 21. Als 19. fuhr Veronique Hronek ihr zweitbestes Abfahrts-Ergebnis ein. «Man kommt immer a Stückerl näher», sagte die 20-Jährige aus Unterwössen.
Siegen konnte Vonn schon in allen alpinen Disziplinen - am Herd ist sie weniger stark. «Ich denke ich kann schon gut kochen, aber die Varianz ist nicht so hoch», sagte die 27-Jährige.
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