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Abfahrts-Gala von Riesch - Spannung bei Herren
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Quelle: dpa 10. März 2010 16:02 Uhr


Abfahrts-Gala von Riesch - Spannung bei Herren

Garmisch-partenkirchen. Traumstart ins Saison-Finale und glänzende Generalprobe für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr: Maria Riesch ist mit einer Abfahrts-Gala in das alpine Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen gestartet.

 
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Fans halten ein Papp-Porträt des Schweizers Didier Cuche in die Höhe. Der Schweizer Patrick Küng jubelt im Ziel über seine Platzierung. Didier Cuche reißt im Zielbereich der Kandahar-Strecke die Arme in die Höhe. Der Schweizer Patrick Küng freut sich über Rang drei in Garmisch-Partenkirchen.

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Neue Hoffnung auf den Gewinn des Gesamtweltcups macht sich die Doppel-Olympiasiegerin trotz ihres Erfolges über die schon vorher als Disziplin-Gewinnerin feststehende Amerikanerin Lindsey Vonn aber nicht. «Dieses Thema habe ich abgehakt. Das ist rechnerisch noch möglich, aber eigentlich geht es nicht mehr», sagte die Partenkirchener Lokalmatadorin nach dem ersten Sieg einer deutschen Alpinen bei einem Heimrennen seit mehr als 14 Jahren. «Jeder, der sich ein bisschen auskennt, weiß, dass ich nicht in den nächsten drei Rennen mehr als 225 Punkte mache und die Lindsey null.»

Bei den Herren zog der Schweizer Riesenslalom-Olympiasieger Carlo Janka mit seinem Sieg vor Mario Scheiber (Österreich) und Erik Guay (Kanada) im Kampf um die Große Kristallkugel an seinem Kontrahenten Benjamin Raich vorbei. Der Österreicher verzichtete zugunsten des Riesenslalom-Trainings gleich ganz auf die Schussfahrt auf der neuen Kandahar-Strecke. Die Abfahrtskugel hatte schon vor dem Rennen Didier Cuche sicher, in der Gesamtwertung hat Janka nun 1073 Punkte und liegt damit 54 Zähler vor Raich (1019). «Ich habe heute das Maximum rausgeholt. So kann es weitergehen», sagte der 23-Jährige.

Eine optimale Vorstellung bot auch Maria Riesch. «Man muss nicht immer in Superlativen sprechen, aber das war schon sehr, sehr stark. Das zeigt, was sie in der Abfahrt drauf hat», schwärmte Bundestrainer Mathias Berthold, der aber auch die 13.-platzierte Gina Stechert lobte. Und selbst Rieschs Kindheitsidol Katja Seizinger, die 1996 an gleicher Stelle als letzte Deutsche ein Heimrennen gewonnen hatte, war beeindruckt. «Das war ein traumhafter Renntag mit einer Ski-Demonstration von der Maria, daran hat auch Lindsey Vonn zu knabbern. Die hat schön gestutzt, wo die Maria die Zeit hergenommen hat», sagte die Doppel-Olympiasiegerin und freute sich schon auf den Höhepunkt des kommenden Winters: «Das wird sicher eine schöne WM.»

Maria Riesch selbst genoss den eindrucksvollen Erfolg an ihrem Hausberg in vollen Zügen. Die 25-Jährige warf Kusshände ins Publikum und strahlte über das ganze Gesicht. Schließlich hatte sie nach St. Moritz erneut bewiesen, dass als Einzige die mit sechs-Weltcupsiegen und Olympia-Gold überragende Abfahrerin des Winters auch in ihrer Paradedisziplin bezwingen kann. «Das war der perfekte Abschluss für meine Abfahrtssaison», sagte Riesch nach ihrem 14. Weltcup-Sieg. «Wenn jemand so dominant ist wie die Lindsey in der Abfahrt, ist es immer super, denjenigen zu schlagen.»

Zeit zum Feiern bleibt der deutschen Vorzeige-Alpinen aber nicht. Denn auch wenn Riesch die Gesamtwertung abgeschrieben hat, eine kleine Kugel will sie sich in ihrem Heimatort noch sichern. «Auf Maria kommt im Slalom noch mal ein bisschen eine nervliche Belastung zu», warnte Berthold. «Denn die Kugel wollen wir unbedingt gewinnen.»  Mehr Sport

 
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