20.04.2017, 19:52 Uhr

600 Quadratmeter Spielfläche Auf Punktejagd beim Lasertag in Leer


Leer. Beim Lasertag werden die Spieler nicht nur körperlich gefordert, sondern auch geistig. Bei dem Live-Strategiespiel müssen die Gegner in der Arena gefunden und markiert werden. Auch in Leer gibt es die Möglichkeit, Lasertag zu spielen.

Ivonne Fahnster läuft geduckt um eine Ecke und versteckt sich hinter der Wand. Es ist dunkel, Nebelschwaden ziehen über den Boden. Überall zucken Laser-Blitze durch die Halle. Aus den Boxen schallt Musik. Das Laser-Gewehr hat Fahnster im Anschlag, immer bereit, eine ihrer Gegnerinnen zu markieren. Doch noch bevor sie abdrücken kann, wird sie selbst an ihrer Weste getroffen. Für wenige Sekunden ist sie außer Gefecht gesetzt, dann geht sie wieder auf die Jagd.

Action, Adrenalin und Spaß

Fahnster ist mit ihren Arbeitskolleginnen in der Lasertag Arena in Leer unterwegs. „Es geht um Action, Adrenalin und Spaß“, erklärt Geschäftsführer Tammo Reints. Mit einem Laser-Gewehr, dem sogenannten Phaser, müssen verschiedene Ziele getroffen werden, um Punkte zu sammeln. Nicht nur die Westen der Gegenspieler und die Phaser selbst zählen dazu, sondern auch im Labyrinth versteckte Zielscheiben, die Targets. „Es geht ums Markieren, nicht ums Schießen“, legt Reints Wert auf die Begrifflichkeiten. Das englische Wort „tag“ bedeutet „markieren“, daher der Name Lasertag.

Bis zu 55 verschiedene Varianten des Spiels sind in Leer möglich, 15 davon haben sie fest im Repertoire. „Viele spielen jeder gegen jeder oder als Team gegeneinander“, erzählt der Geschäftsführer. Eine Alternative ist der Zombi-Modus. Die Weste eines Spielers leuchtet zunächst grün. Er versucht, die anderen zu infizieren, die dann ebenfalls zu Zombis werden und mit auf die Jagd gehen. Auch für geübte Spieler wird es in der Arena nie langweilig. Um die Orientierung zu erschweren, werden alle paar Wochen die beweglichen Wände und Hindernisse umgestellt.

Spaß für jung und alt

„Lasertag ist für jeden etwas, egal ob jung oder alt“, sagt Reints. Die Spieler können aktiv auf die Jagd gehen oder sich verstecken und aus dem Hinterhalt agieren. „Jeder wie er möchte“, so der Geschäftsführer. Das strategische Live-Spiel fordere die Sinne heraus und fördere den Sports- und Teamgeist.

Bevor es losgeht, gibt es in einem kleinen Raum eine Videoeinweisung, zusätzlich erklärt eine Mitarbeiterin die wichtigsten Grundlagen: Es darf nicht gerannt, gesprungen oder sich auf den Boden geschmissen werden. Anschließend werden die Spieler mit den Westen und Phasern ausgestattet. Dann öffnet sich die Tür zur 600 Quadratmeter großen Arena.

15 Minuten Nervenkitzel

Sofort ist Action angesagt. Fahnster und ihre Arbeitskolleginnen strömen zusammen mit den Fußballerinnen vom VfL Fortuna Veenhusen in alle Richtungen aus. Die beiden Gruppen hatten sich spontan dazu entschieden, gemeinsam zu spielen, um die Anzahl der Gegner zu erhöhen. In drei Teams, gekennzeichnet durch die unterschiedlich leuchtenden Farben auf ihren Westen, geht es hinein in das dunkle Labyrinth. 15 Minuten Nervenkitzel – dann ist schon wieder alles vorbei.

Anschließend tummeln sich die Spieler vor dem Bildschirm im Eingangsbereich, wo die Punkte angezeigt werden. „Wo bin ich? Ich habe euch alle abgezogen“, sagt Trainer Peter Free etwas außer Atem. Die Realität sieht allerdings anders aus, er ist nur im Mittelfeld der Tabelle gelandet. Trotzdem ist Free von dem Spiel begeistert. „Es hat Spaß gemacht und ist ein tolles Team-Event.“ Kurz darauf stürmt er erneut mit seiner Mannschaft die Arena. Fahnster und ihre Arbeitskolleginnen haben hingegen nach drei Spielen genug. „Es war witzig und aufregend. Mal etwas ganz anderes und man kommt ganz schön in Bewegung“, berichtet Fahnster.


0 Kommentare