20.04.2017, 19:08 Uhr

Lies hofft auf Bewegung Minister lobt Busemann für Aussage zur Friesenbrücke

Seit Ende 2015 warten Bürger im nördlichen Emsland und dem südlichen Ostfriesland, Bahnfahrer diesseits und jenseits der Grenze und Touristen auf die Reparatur der zerstörten Friesenbrücke. Foto: Gerd Schade/ArchivSeit Ende 2015 warten Bürger im nördlichen Emsland und dem südlichen Ostfriesland, Bahnfahrer diesseits und jenseits der Grenze und Touristen auf die Reparatur der zerstörten Friesenbrücke. Foto: Gerd Schade/Archiv

kah/dgt Weener. Ein Lob für seine harsche Kritik in Sachen Friesenbrücke hat Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) aus Dörpen von Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) erhalten.

Der Minister teilte als Reaktion auf Busemanns Äußerungen mit: „Ich freue mich sehr über die Unterstützung des Landtagspräsidenten Busemann. Wir sind uns in der Sache völlig einig: Es muss doch möglich sein, einen zu Weg finden, dort eine moderne Brücke zu bauen.“ Das Land stehe zu seinen Zusagen, 27 Millionen Euro vorfinanzieren und fünf Millionen Euro der Mehrkosten zu übernehmen. „Der Bund ist am Zug. Die Tatsache, dass das Bundesverkehrsministerium jetzt erst in einigen Wochen entscheiden will, macht Hoffnung. Offenbar hat man sich dort jetzt ernsthaft dieser Aufgabe angenommen“, so Lies.

Busemann hatte gegenüber unserer Redaktion von „Staatsversagen“ und einer „Peinlichkeit für den Standort Deutschland“ gesprochen. Fast eineinhalb Jahre nachdem der Frachter „Emsmoon“ Anfang Dezember 2015 die Eisenbahnbrücke rammte, sei im Grunde nichts passiert, so Busemann, dem insbesondere „die Kreativität der Beteiligten im Nicht-Zuständig-Sein“ missfällt.


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