21.04.2017, 18:58 Uhr

Förster: Verkehrssicherheit war gefährdet Bäume am Westerkappelner Hoppenliet gefällt

Einige Bäume sind in der Nähe der Straße Hoppenliet gefällt worden – aus Gründen der Verkehrssicherung. Foto: Erhard KurlemannEinige Bäume sind in der Nähe der Straße Hoppenliet gefällt worden – aus Gründen der Verkehrssicherung. Foto: Erhard Kurlemann

erh Westerkappeln. „Das sieht da aus“ – Michael Stehr ist sehr aufgeregt. An der Straße Hoppenliet in Metten seien mehrere Bäume gefällt worden, berichtet der Westerkappelner. Ob da wohl alles mit rechten Dingen zugegangen sei?

Christian Rebitz, zuständiger Förster vom Landesbetrieb Wald und Holz, kann die Aufregung verstehen. Aber: „Die Bäume sind gleichsam unter meiner Aufsicht gefällt worden. Sie mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit weichen.“

Ein Anlieger habe sich an ihn gewandt, einer der Bäume drohte ihm auf das Haus zu fallen. „Der Waldbesitzer ist jeweils für die Verkehrssicherheit verantwortlich“, erläutert Rebitz. In Absprache mit diesem habe er dann das Fällen der Bäume veranlasst. Dabei sei mit der Gemeine abgestimmt worden, zu welchem Termin die Straße am besten kurzfristig habe gesperrt werden können. Einige Birken, einige Pappeln und zwei Eichen fielen der Säge zum Opfer.

„Das Fällen des Bäume war notwendig und zugleich an eine Bedingung geknüpft: Es müssen neue Bäume gepflanzt werden.“ Einige der Pappeln drohten auseinanderzubrechen, eine Eigenart, die bei diesem Baum ab einem gewissen Alter häufiger zu beobachten sei. Die beiden Eichen hätten sehr weit in die Fahrbahn hineingeragt und deshalb eine Gefahr dargestellt.

Grundsätzlich dürfe im Wald das gesamte Jahr über gearbeitet werden. „Nur außerhalb des Waldes gibt es Fristen, wann was gemacht werden darf.“ Gleichwohl: Dem Aspekt Natur- und Tierschutz – etwa Wachstumsperioden oder besonderen Brutzeiten – müsse auch im Wald Rechnung getragen werden. Förster Christian Rebitz betont, dass „alles in diesem Fall seine Ordnung“ gehabt habe.


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