01.11.2010, 16:05 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Projekt „Energieautark 2050“: Verwaltung will jetzt Klimaschutzkonzept erarbeiten Für Westerkappeln bleibt noch viel zu tun

Westerkappeln. Bis 2050 will der Kreis Steinfurt energieautark sein. Das heißt: Alle Energie, die verbraucht wird, soll in der Region selbst erzeugt werden, und das möglichst aus erneuerbaren Quellen. „Den Kreis gibt es eigentlich gar nicht, sondern er ist die Summe der Städte und Gemeinden“, gibt Professor Christof Wetter von der Fachhochschule Münster in der jüngsten Sitzung des Westerkappelner Umweltausschusses zu bedenken. Die Kommunen müssten also daran arbeiten, energieautark zu werden. Westerkappeln ist von diesem Ziel noch sehr weit entfernt, aber auf einem ziemlich guten Wege.

Auf Grundlage verschiedener zurückliegender Aktivitäten und Gutachten will die Westerkappelner Gemeindeverwaltung nun bis nächstes Jahr ein Klimaschutzkonzept erarbeiten. Darauf fußend, könne der Rat Prioritäten in der Energiepolitik setzen, sagte Dieter Salewski, Leiter der Westerkappelner Bauabteilung.

Dass die Verwaltung dieses Konzept selbst aufstellen will, sei nicht darauf zurückzuführen, dass die Mitarbeiter im Rathaus zu viel Zeit haben, betonte er. Die Vergabe an ein Fachbüro wäre jedoch „rausgeschmissenes Geld“. Angebote, die eingeholt wurden, seien schon fast unverschämt gewesen. Mittlerweile gebe es genügend Daten, auf die die Verwaltung zurückgreifen könne – angefangen vom 1998 gestarteten Agenda-21-Prozess bis hin zur im Frühjahr vorgestellten CO2-Bilanz.

Fast druckfrisch sind zwei neue Erhebungen dazu gekommen: Zum einen hat die FH Münster im Rahmen des Kreis-Projektes „energieautark 2050“ einen Kommunalsteckbrief für Westerkappeln verfasst. Zum anderen analysierte Andreas Nichting aus Velpe im Rahmen seines Studiums an der Bundeswehrhochschule München umfassend die „Kommunalen Handlungsfelder des Klimaschutzes am Beispiel von Westerkappeln“.

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