20.03.2017, 16:08 Uhr

Drei Zeugen zum Auftakt gehört Prozess um Betrug bei Hausverkauf: Werlter schweigen

Vor dem Landgericht Osnabrück hat jetzt der Berufungsprozess gegen zwei Werlter begonnen. Den beiden Brüdern wird Betrug bei dem Verkauf eines Hauses vorgeworfen. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpaVor dem Landgericht Osnabrück hat jetzt der Berufungsprozess gegen zwei Werlter begonnen. Den beiden Brüdern wird Betrug bei dem Verkauf eines Hauses vorgeworfen. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa

Werlte. Im Berufungsprozess gegen zwei Werlter, denen Betrug im Zusammenhang mit einem Hausverkauf vorgeworfen wird, haben beide Angeklagte am ersten Verhandlungstag vor dem Landgericht Osnabrück geschwiegen.

Nach der üblichen Abfrage der Personalien und der Verlesung der Anklageschrift hatten der jetzt 51-jährige Hauptangeklagte und sein Mitangeklagter, der 46 Jahre alter Bruder, Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern, taten es aber (noch) nicht.

Die beiden Brüder, die zum Zeitpunkt der Tat im Jahr 2010 als Versicherungsagenten tätig waren, wird vorgeworfen, einen damals 36 Jahre alten Familienvater zu dem Kauf eines Hauses überredet zu haben. Das Gebäude, das der 51-Jährige einst für 45.000 Euro gekauft haben soll, sollte für 125.000 Euro den Eigentümer wechseln. Einen entsprechenden Darlehnsvertrag wurde mit einer Bank unter Angabe falscher Informationen ausgehandelt. 90.000 Euro sollten an den Verkäufer gehen, die Differenz von 35.000 Euro an den Käufer, um Reparaturen am Haus und einen Führerschein zu finanzieren.

(Weiterlesen: 30 Monate Haft für betrügerischen Makler aus Werlte)

Der 51-Jährige soll den Betrag aber komplett für sich behalten haben. Später mussten der Familienvater und seine Ehefrau, mittlerweile Eltern von vier Kindern, Privatinsolvenz beantragen, hieß es im September 2016 bei der erstinstanzlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht Meppen.

Mittäter erhielt Geldstrafe

Dieses Gericht hatte den Hauptangeklagten zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Der 46-Jährige kam wegen Beihilfe mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 30 Euro davon. Gegen die Urteile hatten sowohl die Angeklagten als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Am ersten Verhandlungstag haben drei Zeugen ausgesagt, berichtet eine Sprecherin des Gerichts auf Anfrage. Beim zweiten Prozesstag am Mittwoch, 29. März 2017 (ab 9.15 Uhr, Saal 277) werden vier weitere Zeugen und ein Bewährungshelfer gehört. Für den 7. April ist ein dritter und voraussichtlich letzter Verhandlungstag terminiert. Zu den Zeugen, die gehört werden, gehört auch das Opfer und Mitarbeiter der kreditgewährenden Bank.


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