23.11.2016, 17:16 Uhr

Große Halle wird gebaut Krone setzt Masterplan in Werlte um

Ebenfalls zum Masterplan gehört der bereits fertiggestellte Neubau des „Krone Used“-Gebäudes inklusive einer neuen Werkstatt. Foto: Fahrzeugwerk Bernard KroneEbenfalls zum Masterplan gehört der bereits fertiggestellte Neubau des „Krone Used“-Gebäudes inklusive einer neuen Werkstatt. Foto: Fahrzeugwerk Bernard Krone

Werlte. Der Fahrzeughersteller Krone hatte vor einem Jahr eine 50-Millionen-Investition in seinen Standort in Werlte angekündigt. Nun werden die Pläne umgesetzt: Ein 40 Millionen teures Bauprojekt steht jetzt im Industriegebiet an.

Die Krone Nutzfahrzeug Gruppe plant in Werlte den Neubau einer hochmodernen Beschichtungsanlage. Das teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. Demnach wird geplant, auf dem Gelände an der Bernard-Krone-Straße den Bau einer rund 16.000 Quadratmeter großen Halle realisieren. In die 120 mal 130 Meter und in Teilen bis zu 16 Meter hohe Halle wird zukünftig das sogenannte Oberflächenzentrum mit integriertem, vollautomatischen Chassislager installiert.

Der geplante Bau der Halle, der auf dem Gebiet der ehemaligen Kaserne ansteht, war auch Thema im Bau- und Wirtschaftsausschuss der Gemeinde. Die Höhe der Halle, die in diesem Bereich auf 15 Meter festgeschrieben ist, werde teilweise um einen Meter überschritten, wie Bauamtsleiter Dieter Cloppenburg mitteilte.

Deshalb sprachen sich die Mitglieder einstimmig für einen entsprechenden Befreiungsantrag aus. Die Mitglieder brachten den Bau der Halle somit auf den Weg. Letztlich muss der Rat aber darüber entscheiden.

„Mit der neuen Beschichtungsanlage bringen wir den Standort Werlte auf den technisch besten Stand der Industrialisierung, der aktuell realisierbar ist“, so Bernard Krone.

Krone wird das auch bisher angewandte Beschichtungskonzept „KTL plus Pulver“ (Kathodische Tauchlackierung plus abschließender Pulverbeschichtung) in einer neuen Anlage weiter optimieren und automatisieren. Die neue Beschichtungsanlage wird insbesondere den neuesten Umweltaspekten gerecht und führt zu einer Reduzierung der Emissionen am Standort.

So wird etwa das Abgas der neuen Einbrennöfen in einer thermischen Abgasnachbehandlung so behandelt, dass Geruchsemissionen und der Energiebedarf sehr stark reduziert werden. Krone leistet eigenen Angaben zufolge einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Die Abwasserbehandlung entspreche auch den modernsten Erkenntnissen.

Für das komplett neue Oberflächenzentrum plant Krone Investitionen in Höhe von 35 bis 40 Millionen Euro. Dabei bildet die neue Beschichtungsanlage einen Teil des Masterplans für den Standort Werlte , für den das Unternehmen Gesamt-Investitionen in Höhe von rund 50 Millionen Euro veranschlagt hat. Ebenfalls zum Masterplan gehört der bereits fertiggestellte Neubau des „Krone Used“-Gebäudes inklusive einer neuen Werkstatt.

Darüber hinaus will der Fahrzeughersteller eine neue Werkszufahrt realisieren, wonach der Werksverkehr über die Kasernenstraße erfolgen soll. Dadurch wird die Bernard-Krone-Straße in ihrer Verkehrsbelastung nachhaltig entlastet und damit auch die Geräuschemission deutlich reduziert.

Auch die Auslieferung soll verlagert werden und erhält eine direkte Zufahrt auf die neue Umgehungsstraße; ebenfalls neu überplant werden die verschiedenen Anlieferungsbereiche des Standortes Werlte, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Zudem sei derzeit eine neue, moderne Montagelinie mit höherem Automationsgrad für zukünftige Fahrzeuggenerationen in Planung. Mithilfe des Masterplans, der den Arbeitstitel „Progress 2020“ trägt und der demzufolge bis Ende 2020 realisiert werden soll, will Krone den Produktionsstandort Werlte nachhaltig ausbauen und sichern.


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