22.04.2017, 19:47 Uhr

Osterlesetage in Rulle Grundschulkinder basteln ihr persönliches Lieblingsbuch


Wallenhorst. „Das ist aber total mein Buch“, lautete das Motto der von Stephanie Scholze organisierten Osterlesetage für Grundschulkinder im Ruller Haus. Dabei gestalteten die Kinder ein eigenes Buch, hörten viele Geschichten, lernten neue Bücher kennen und konnten nach „getaner Arbeit“ bei einem Film entspannen.

Alles im Griff bei den Osterlesetagen hatte „Liesa“, die eigentlich Stephanie Scholze heißt und Referentin für Leseförderung und Literaturerziehung ist. „Liesa steht für „Lesen ist ein starker Anfang“, und „Liesa“ war schwer gefragt: „Liesa kannst Du mir helfen“, fragten die Kinder: „Liesa, was soll ich jetzt machen?“. Dabei wurde Scholze an den drei Osterlesetagen von einem starken Team unterstützt. Gemeinsam bastelte dies mit Grundschulkindern anspruchsvolle Notizbücher, die zu Lieblingsbüchern werden sollen.

Buchbinden – ein Klassiker neu erfunden

„Buchbinden haben wir alle vier Jahre im Programm, doch bisher haben wir immer feste Rücken verwendet“, erklärte Scholze: „Diese ließen sich jedoch von den Kindern schwer aufbiegen.“ Daher hätten sie in diesem Jahr erstmals Ringbücher gebastelt. „Das Ringformat war für uns ein Neustart, der viel Arbeit in der Vorbereitung bedeutete“, so Scholze und verwies auf Sabine Sandkämper, die ein Notizbuch als Vorbild gebastelt hatte. Dieses ähnelte den derzeit angesagten „Bullet Journalen“. Das sind selbst gestaltete Notizbücher, die unter anderem Platz für To-Do-Listen, Essenspläne und Rezepte sowie Termine und persönliche Eindrücke bieten. Wichtig dabei ist: Sie werden mit viel Liebe angelegt und verziert sowie stets den persönlichen Vorlieben angepasst. Dies konnten die Kinder bei den Osterlesetagen ebenfalls mit ihrem „Lieblingsbuch“ tun.

Das persönliche Lieblingsbuch

„Die Kinder konnten aus verschiedenen Rubriken wie Lieblingsspiele, Freunde, Geschenkideen, Musik oder Geheimnisse sechs wählen“, berichtete Sandkämper, und Scholze ergänzte: „Hier setzt das Ringbuch im Sinne der Nachhaltigkeit an: Jetzt kann ich beispielsweise Noten für meine Blockflöte darin sammeln.“ Spielten die Kinder später ein anderes Instrument, müssten sie nur die Seiten austauchen. Auch für Rezepte sei beispielsweise im Ringbuch Platz. Da mit jeder wirklich sein Lieblingsbuch mit nach Hause nehmen konnte, wurden die einzelnen Seiten zudem von den Kindern liebevoll bemalt und beklebt. Janne-Bo (6) war beispielsweise gerade dabei, seine Freundseite zu gestalten. „Die Kinder sind wirklich fleißig“, lobte Sandkämper.

Lesen kommt nicht zu kurz

Natürlich durfte das Lesen im Ruller Haus nicht zu kurz kommen: Zum einen gehörte zu den Vorgaben für die Ringbücher, dass jedes eine Rubrik für Bücher enthielt. Zum anderen bekamen die Kinder Geschichten vorgelesen und verfolgten gebannt den Geschichten des Bilderbuch-Kinos: „Da wird eine Geschichte vorgelesen und Bilder auf einer Leinwand gezeigt, also kein richtiger Film“, erläuterte Anna.


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