20.04.2017, 11:30 Uhr

Mehr Flächen gefordert Landrat bescheinigt Wallenhorst gute Perspektiven

Ins Goldene Buch der Gemeinde Wallenhorst trug sich Landrat Michael Lübbersmann im Beisein von Bürgermeister Otto Steinkamp und einigen Mitgliedern des Rates ein. Foto: Gemeinde WallenhorstIns Goldene Buch der Gemeinde Wallenhorst trug sich Landrat Michael Lübbersmann im Beisein von Bürgermeister Otto Steinkamp und einigen Mitgliedern des Rates ein. Foto: Gemeinde Wallenhorst

Wallenhorst. Landrat Michael Lübbersmann hat die Gemeinde Wallenhorst besucht und sich dort mit Bürgermeister Otto Steinkamp zu wichtigen Themen ausgetauscht. Der Landrat sagte, die Gemeinde benötige neue Flächen für Gewerbe und Wohnen.

Sie kennen sich seit Jahren aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Landkreis Osnabrück. Und sie verstehen sich gut. Die Rahmenbedingungen für den Besuch des Landrats Michael Lübbersmann bei Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp hätten kaum besser sein können. So tauschten sich die beiden Verwaltungschefs in freundschaftlicher Atmosphäre über Infrastruktur, Bauland, Gewerbe, Schulen und weitere lokale Themen aus – oft mit derselben Blickrichtung, aber auch mit durchaus unterschiedlichen Ansichten in einigen Punkten. Der Landrat trug sich beim Besuch auch ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

Mehr Flächen für Wohnen und Gewerbe

„Was die Entwicklungsperspektive betrifft, ist Wallenhorst sehr gut aufgestellt“, bescheinigte Lübbersmann der Gemeinde im geografischen Mittelpunkt des Landkreises. Es gebe hier sehr gute Rahmenbedingungen, sowohl für den Gewerbestandort als auch für den Bereich Wohnen. Für beide Bereiche müsse man weiterhin Fläche vorhalten und das Flächenmanagement weiter vorantreiben. Dies sei eine Investition in die eigene Zukunft, so der Landrat. Als Gemeinde vor den Toren Osnabrücks habe Wallenhorst den Vorteil des Hochschulstandorts in unmittelbarer Nähe. Den gelte es zu nutzen. Man müsse den dort entstehenden Betrieben Flächen anbieten können.

Start-Up Commeo besucht

Ein gutes Beispiel dafür, so der Landrat, sei das Unternehmen Commeo, das jüngst vom Innovationscentrum Osnabrück (ICO) nach Wallenhorst umgezogen sei. Eine Besichtigung des Betriebes stand auch auf dem Programm für den Landratsbesuch. „Es war hochinteressant“, zeigte sich Lübbersmann sichtlich begeistert von der Technik, die Commeo nach langjähriger Entwicklung nun auf den Markt bringe. Es sei ein spannendes Unternehmen mit viel Potenzial, das es jetzt als kleines Star-Up-Unternehmen noch gar nicht abrufen könne. „Es ist mein Ziel, Betriebe aus dem ICO in den Landkreis zu bekommen“, erklärte der Landrat. Von daher sei es wichtig, entsprechende Flächen vorzuhalten. Auf mittlere Sicht gebe es für Wallenhorst hervorragende Perspektiven. „Das ICO ist da eine wunderbare Brücke.“

Kitaplätze müssen auch passen

Bürgermeister Otto Steinkamp erklärte, dass man neue Flächen – gerade für den Bereich Wohnen – mit Weitsicht nur sukzessive ausweisen könne, denn auch die übrigen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise entsprechende Kitaplätze, müssten dazu passen. Auch im schulischen Bereich gebe es viele Themen, in denen sich die Gemeinde weiterhin eng mit dem Landkreis abstimmen werde, etwa die Frage, wie sich der Ganztagsbedarf künftig entwickle. Wallenhorst sei finanziell gut aufgestellt und auch die Standortbedingungen würden passen, so Steinkamp, „aber wir haben auch Aufgaben vor uns, die uns in den nächsten Jahren noch sehr fordern werden.“

Die Möglichkeit zum direkten Austausch mit dem Landrat nutzten auch die Mitglieder des Gemeinderates. In ungezwungener Atmosphäre sprachen sie mit ihm über bezahlbares Wohnen, den Öffentlichen Personennahverkehr, Schulstandorte, Breitbandausbau und Verwaltungsdigitalisierung sowie weitere aktuelle und künftige Themen.


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