18.04.2017, 16:41 Uhr

Flüchtlinge sind ausgezogen Hollager Mühle öffnet nach den Osterferien

Das Tor an der Hollager Mühle ist nach dem Auszug der Flüchtlinge wieder geschlossen. Aber nicht mehr lange. Nach den Osterferien wird wieder für Schulklassen und andere Gäste geöffnet. Foto: Silke BrickweddeDas Tor an der Hollager Mühle ist nach dem Auszug der Flüchtlinge wieder geschlossen. Aber nicht mehr lange. Nach den Osterferien wird wieder für Schulklassen und andere Gäste geöffnet. Foto: Silke Brickwedde

Wallenhorst. Die Hollager Mühle steht nach den Osterferien wieder für Ferienfreizeiten zur Verfügung. Ab Montag, 24. April, ist an der Neulandstraße wieder wie gewohnt geöffnet. In den vergangenen Wochen wurde renoviert.

Seit März vergangenen Jahres war die Mühle ein Zuhause auf Zeit für etwa 40 männliche Flüchtlinge. Sie sind Ende Februar ausgezogen. Weil die Gemeinde immer weniger Flüchtlinge zugewiesen bekommt, steht die Mühle wieder für Jugendfreizeiten zur Verfügung. Jetzt genügen die Wohnungen, die die Gemeinde für die Flüchtlinge anmietet sowie die ehemalige Obdachlosenunterkunft am Dreskamp. Dieses Haus wurde – wie die Mühle – für Flüchtlinge umgebaut. Insgesamt wohnen 121 Flüchtlinge in der Gemeinde, am Dreskamp gibt es 26 Plätze. 14 Plätze sind davon zurzeit belegt.

Trennwand ist weg

Nachdem die 40 Männer aus der Hollager Mühle ausgezogen waren, wurde dort renoviert. Die Trennwand, die im Kolping-Pavillon für etwas mehr Privatsphäre sorgen sollte, wird nicht mehr benötigt. Im Turm wurden die Wände gestrichen und im Blockhaus neue Fliesen angebracht. Auch der Büro-Container des Malteser-Hilfsdienstes ist fort. Nach Ostern beginnt der Normalbetrieb wieder für Kinder- und Jugendgruppen, Schulklassen und Privatpersonen, um die sich die Herbergseltern Andreas und Anke Thünker wieder wie gewohnt kümmern werden. Nach dem Zusammenleben mit den Jungen und Männern aus dem Nahen Osten und Afrika schlagen sie nun ein neues Kapitel auf.

Tor ist geschlossen

Zurzeit ist das Tor zur Mühle meistens geschlossen, ein Bild, das es ganzes Jahr nicht gab. Doch das wird sich bald ändern. Wenn es warm wird, werden wieder Zelte auf dem Campingplatz stehen. Im Turm krabbeln Schulkinder in die Stockbetten und auf dem See wird das ein oder andere Boot im Sommer unter großem Hallo kentern. Doch wenn keine Gäste da sind, ist es still an der Mühle.

Anwohner waren skeptisch

Stiller als gewohnt, war es auch in der Zeit, als die Flüchtlinge im Turm und im Pavillon wohnten. Die Anwohner waren erst skeptisch, wie sich wohl das Zusammenleben mit den Flüchtlingen gestalten würde. Im Nachhinein war es ruhiger als mit mancher Jugendgruppe, die die Nacht am Lagerfeuer zum Tag macht. „Wir haben die Männer oft gar nicht bemerkt“, sagt ein direkter Anwohner, „wir kennen die Mühle auch deutlich lauter, vor allem im Sommer.“

Fröhliche Fahrradfahrer

Was es jetzt auch nicht mehr gibt: die fröhlichen Fahrradfahrer. Den Männern wurde eine Reihe älterer Räder zur Verfügung gestellt, von denen sie ausgiebig Gebrauch machten. Viele gewöhnten sich an, jeden der ihnen entgegenkam freundlich zu grüßen. Das gehörte schon zum Ortsbild rund um die Mühle dazu und auch das ist jetzt vorbei.


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