27.11.2016, 10:27 Uhr

Buden an der Alexanderkirche Gemütlicher Weihnachtsmarkt bei der Wallenhorster Hanse


Wallenhorst. Bereits zum 27. Mal lud die Wallenhorster Hanse an diesem Wochenende zum Weihnachtsmarkt ein. Rund um die Alexanderkirche standen rund 30 Weihnachtsmarktbuden vornehmlich von Verbänden und Vereinen aus Wallenhorst. Davor und dazwischen gab es das, was auf großen Weihnachtsmärkten meist Mangelware ist: Genügend Platz, um gemütlich zu bummeln.

Trocken und richtig kalt war es am Samstag, das perfekte Weihnachtsmarktwetter also. Schließlich schmecken Glühwein und Apfelpunsch mit und ohne Alkohol am besten, wenn es nicht zu warm ist. Dazu lockten am Samstag und Sonntag jeweils ab 15 Uhr auf dem Platz rund um die St.-Alexanderkirche mitten in Wallenhorst Weihnachtsmarktbuden und Karussells für die Kinder. An den liebevoll geschmückten Buden gab es Honig, Selbstgenähtes und Gestricktes, viel Deko, aber auch Schmuck und fair gehandelte Schokolade.

Shabby-Look im Deko-Trend

Seit 16 Jahren ist Josef Huesmann auf dem Weihnachtsmarkt. Er bot weihnachtliche Dekoration an: „Bei den Kränzen sind diesmal vor allem welche im Shabby-Look und weniger grüne Adventskränze gefragt.“ Der lässig-natürliche Look komme derzeit gut an, ebenso große Kerzen und Objekte mit LEDs.

Licht war auch bei Andrea Barlag ein Thema: „Meine beleuchteten Holztannenbäume sind besonders beliebt.“ Davon abgesehen seien die Besucher von den liebevoll beleuchteten Weihnachtsmarktbuden begeistert. „Viele sagen: Hier funkelt es überall“, freute sich Barlag. Am Stand von Sandra Linder-Lübbert hatte Manja Gieseke gerade einen Holzengel gekauft. Dort gab es Engel aus Holz in vielen Variationen.

Gieseke hatte sich für einen Fußball-Engel entschieden, ausgerechnet im Outfit von Bayern-München: „Den habe ich für meinen Vater gekauft“, so die Wallenhorsterin, die am Markt der Hanse mag: „Hier ist es nicht so brechend voll wie in der Stadt, er ist in der Nähe, man kann zu Fuß hin und kennt viele Leute.“

Gut essen und trinken

Das gastronomische Angebot des Weihnachtsmarktes konnte sich ebenfalls sehen lassen: So gab es am Stand des Ruller Hauses selbst gemachten Grünkohl. Selbst gemachte Plätzchen und Schoko-Crossis boten Nina (10) und Neele Helm vom Jugendrotkreuz (DRK) an, und am Stand des Kirchenchores Cäcilia Wallenhorst gab es Reibekuchen. Hier standen Axel Leonard und sein Sohn Alexander an, während Maria Stallkamp und Lucia Arnds Dienst an der Pfanne hatten. „Die Reibekuchen des Chores Cäcilia und die Currywurst der KAB sind besonders zu empfehlen“, meinte Axel Leonard, der am Weihnachtsmarkt der Unternehmervereinigung Wallenhorster Hanse besonders schätzt: „Es ist ein regionaler Weihnachtsmarkt mit Buden von hiesigen Vereinen und Verbänden.“

Schenken mit Herz

Der Stand es Fördervereins „Fand“ der evangelisch-lutherischen Andreaskirchengemeinde aus Hollage war einer, der von vielen Markt-Besuchern gezielt angesteuert wurde. Dort konnten die Besucher Geschenkpate für einen Wallenhorster Mitbürger werden. „Wir haben im Vorfeld Bedürftige angesprochen, und diese konnten einen Weihnachtswunsch bis 20 Euro abgeben“, so Udo Ferle. Mehrere Ordner mit Wünschen nach Altersgruppen sortiert lagen am Stand aus. Und Roswitha Ferle zeigte stolz den Inhalt eines weiteren Ordners, der sich kaum noch schließen ließ: „Für Zweidrittel der Wünsche haben wir schon Paten“, so Ferle mit Blick auf die ausgefüllten Formulare. Dabei seien in diesem Jahr 327 Wünsche abgegeben worden, und somit mehr als 2015. Im vergangenen Jahr erfüllen die Geschenkpaten und „Fand“ 250 Weihnachtswünsche.

Buntes Rahmenprogramm

Gestartet war der Weihnachtsmarkt mit einem „Rudelsingen“ am Samstagnachmittag, es folgten unter anderem ein Konzert des Wallenhorster Blasorchesters am Samstagabend sowie Kutschfahrten mit dem Nikolaus und am Sonntag die Weihnachtsbäckerei in der Backstube Berelsmann sowie ein Auftritt der Jojos. Auch die Schwestern Leonie (5) und Milena (7) hatten am Samstag schon auf der Bühne des Weihnachtsmarktes gestanden.

„In der Weihnachtsbäckerei, das war mein Lieblingslied“, verkündete Leonie, während ihre ältere Schwester „Feliz Navidad“ bevorzugte. Später bewunderten die beiden die Drehorgel von Heiner Bockgrawe: „Bei mir ist die Musik noch handgemacht. Und die Kinder sind begeistert, wenn ich ihnen erkläre, wie das mit den Lochstreifen und der Orgel funktioniert.“


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