Ein Bild von Sandra Dorn
17.11.2016, 16:28 Uhr MEINUNG

Arbeit für die Anwälte in Wallenhorst

Kommentar von Sandra Dorn

Drei Jahre dauert nun schon die Hängepartie um die Grüne Wiese in Wallenhorst.  Foto: Gert WestdörpDrei Jahre dauert nun schon die Hängepartie um die Grüne Wiese in Wallenhorst. Foto: Gert Westdörp

Wallenhorst. Ein großes Manko der Bürgerbefragung war, dass vorher nicht geklärt wurde, was passiert, wenn die Wallenhorster das Center „Neue Mitte“ ablehnen.

Zu glauben, ein Investor wie die HBB würde sich sang- und klanglos zurückziehen, war naiv. Es war offensichtlich, dass die Hamburger schon viel Geld investiert hatten in Vorplanungen, Architekten, Bauanträge und, und, und. Aber dass HBB-Chef Harald Ortner so unverhohlen dreist sein würde, den Wallenhorstern zur Strafe für ihr Nein zur „Neuen Mitte“ ausgerechnet das ungeliebte Arkaden-Center wieder vorzusetzen, hat wohl niemand geahnt. Nur: Will die HBB das ernsthaft bauen? Ist das Bekunden, das seit drei Jahren auf Eis liegende Projekt wiederzubeleben, nur ein Vorwand, um die Gemeinde auf 2,5 Millionen Euro verklagen zu können? Oder ist es der Versuch, doch noch die Neue Mitte zu realisieren?

Der Rat könnte theoretisch noch umsteuern, denn das Bürgervotum ist rechtlich nicht bindend. Praktisch würden sich die Ratsmitglieder damit schon zu Beginn der neuen Wahlperiode unglaubwürdig machen. Lässt es die Gemeinde auf einen Rechtsstreit ankommen und verklagt am Ende sogar ihrerseits die HBB?

Freuen können sich nur die Anwälte – auf sie kommt nun wieder Arbeit zu.


Der Artikel zum Kommentar

0 Kommentare