01.05.2016, 11:35 Uhr

Musikalische Reise Folkkonzert in der Emmauskapelle in Icker

Zeigten an verschiedenen Instrumenten ihr vielfältiges, musikalisches Können: Carmen Rodrigues und Christoph Schmidt-Rhaesa beim Konzert in der Emmauskapelle in Icker. Foto: Thomas OsterfeldZeigten an verschiedenen Instrumenten ihr vielfältiges, musikalisches Können: Carmen Rodrigues und Christoph Schmidt-Rhaesa beim Konzert in der Emmauskapelle in Icker. Foto: Thomas Osterfeld

Belm. Ein sehr persönliches Konzert erlebten die Zuschauer in der Emmauskapelle in Icker. Unter dem Titel „Übergänge“ spielte das Ehepaar Christoph Schmidt-Rhaesa und Carmen Rodrigues europäische Folkmusik und eigene Kompositionen.

Rund 60 Gäste kamen zum Konzert in die kleine Friedhofskapelle, sodass noch mit weiteren Stühlen Platz geschaffen werden musste. „Das sind viele Gemeindemitglieder, die diesen Ort für sich entdeckt haben und einfach gerne hier sind“, sagte Organisatorin Anne Voß über die Akzeptanz der Emmauskapelle in der katholischen Kirchengemeinde. Sie wurde vor rund drei Jahren nach den Plänen des Architekten Wolfgang Herich neu gestaltet. Seit ihrer Einweihung wird die Kapelle nicht nur als Ort für Trauerfeiern, sondern auch für Lesungen und Konzerte zu den Themen Leben und Tod genutzt. „Damit sollen diese Themen wieder ins Bewusstsein der Menschen kommen“, erklärte Herich, der als Mitglied des Emmaus-Arbeitskreises der Gemeinde weiterhin verbunden ist.

Gemeinsame Leidenschaft Musik

Aufgrund seiner Initiative kam auch das Ehepaar Christoph Schmidt-Rhaesa und dessen Frau Carmen Rodrigues nach Icker. Trotz Bühnenerfahrung beim Venner Folkfrühling ist für die beiden ein solcher Auftritt keine Routine: Schmidt-Rhaesa arbeitet eigentlich als Architekt, Rodrigues ist in der Erwachsenenbildung tätig. Ihre gemeinsame Leidenschaft ist die Musik: Er spielt neben Geige und Gitarre noch Klavier und Akkordeon, die aus Portugal stammende Rodrigues spielt ebenfalls Geige. Sie singen gemeinsam und lassen sich von Alltagsituationen zu eigenen Kompositionen inspirieren. 

Schwungvolle Rhythmen zum Tanzen

Für das Publikum in Icker hatte das Ehepaar an diesem Abend traditionelle Stücke aus Schweden, Frankreich und Portugal sowie eigene Melodien mitgebracht. „Die Übergänge im Leben eines Menschen haben wir auch in der Musik gefunden“, sagte Schmidt-Rhaesa. Die Auswahl der Lieder erstreckte sich von der Polka über das Freiheitslied der portugiesischen Nelkenrevolution bis hin zu schottischen Tänzen. Die schwungvollen Rhythmen und das intensive musikalische Miteinander des Paares ließen schnell den Funken auf das Publikum überspringen. „Das macht so viel Spaß, den beiden zuzuschauen. Das steckt richtig an“, sagte Agnes Bohl während der Pause im Pfarrheim. Dort wurden die Besucher auch vom Duo aufgefordert sich zum bretonischen Kreistanz „An Dro“ zu bewegen. Begleitet wurden sie von den Klängen des Akkordeons. „Uns hat es großen Spaß gemacht“, erzählte Christoph Schmidt-Rhaesa abschließend. Dem Publikum auch, wie der lang anhaltende Applaus zeigte.


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