12.03.2015, 15:55 Uhr

Breitband von 50 Megabit pro Sekunde Schnelleres Internet endlich in Hollage angekommen

Für 270 Haushalte und Betriebe im Hollager Gewerbegebiet sind ab jetzt schnellere Internetanschlüsse buchbar. Foto: dpaFür 270 Haushalte und Betriebe im Hollager Gewerbegebiet sind ab jetzt schnellere Internetanschlüsse buchbar. Foto: dpa

Wallenhorst. Endlich kann die Gemeinde Wallenhorst in Sachen Breitbandversorgung Vollzug melden: Ab sofort können Unternehmen und Privathaushalte im Hollager Gewerbegebiet zwischen Penter Straße und Pollerweg deutlich schnelleres Internet nutzen. Der Ortsteil Brockhausen soll noch im März nachziehen.

Für knapp 270 Haushalte und Betriebe im Hollager Gewerbegebiet sind ab jetzt schnellere Internetanschlüsse buchbar. Via VDSL-Verbindung steht den Bewohnern und Gewerbetreibenden eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung. Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp sagte in einer Pressemitteilung, eine schnellere Anbindung an das Netz erhöhe die Lebensqualität vor Ort und sei ein wichtiger Standortfaktor. Klaus Karneth, Beauftragter für den Breitbandausbau der Deutschen Telekom in Niedersachsen, wird mit den Worten zitiert: „Der Ausbau ist teuer. Allein einen Kilometer Glasfaser zu verlegen kostet bis zu 70000 Euro. Deshalb brauchen wir die Kommunen als Partner.“

Gefördert wurde das Projekt übrigens durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Damit unterstützt die EU unter anderem Infrastrukturprojekte oder mittelständische Unternehmen mit dem Ziel, Arbeitsplätze in strukturschwächeren Regionen zu schaffen oder dauerhaft zu sichern.

Noch viel dringender ist der Bedarf im Hollager Ortsteil Brockhausen. Während in großen Teilen Wallenhorsts schon lange attraktive Bandbreiten verfügbar sind, gibt es in Brockhausen noch nicht einmal eine Grundversorgung von 2 Mbit/s. Der Landkreis bemühte sich deshalb schon seit Längerem um eine Lösung. Ursprünglich sollte die Breitbandversorgung im März 2014 endlich stehen – jetzt dürfen sich die Haushalte in Brockhausen glücklich schätzen, wenn es im März 2015 klappt. Im Herbst letzten Jahres hatte die Landkreis-Tochter Telkos, die den Breitbandausbau in für Telekommunikationsanbieter nicht lohnenswerten Gegenden übernimmt, die notwendige Glasfaserleitung bis zu dem Brockhausen versorgenden Kabelverzweiger verlegt. Ein Kabelverzweiger ist die letzte Schaltstelle vor dem eigentlichen Hausanschluss. Laut der Pressestelle des Landkreises werden die Stadtwerke Osnabrück nun den Service für die neue Glasfaserleitung der Telkos übernehmen, die EWE-Tel (das Mutterunternehmen von Osnatel) rüstet den Kabelverzweiger mit moderner aktiver Technik auf.

Derzeit seien die letzten Arbeiten im Gange, bei denen die technischen Komponenten zusammengeschlossen würden. „Voraussichtlich schon im März sollen die ersten Interessenten schnelles V-DSL mit bis zu 50 Mbit/s bei der EWE-Tel beauftragen können“, teilt der Landkreis mit. Welche Geschwindigkeit dann tatsächlich im jeweiligen Haushalt ankomme, hänge von der Lage ab. „Der Kabelverzweiger steht leider etwas am Rande Brockhausens, an der Einmündung der Sandbachstraße in den Fürstenauer Weg.“ Wer direkt dort wohne, bekomme „echte“ 50 Mbit/s. Wer rund drei Kilometer entfernt wohne, könne nur noch mit rund 2 Mbit/s rechnen.

Insgesamt bekommen laut Landkreis rund 150 Haushalte in Brockhausen nun Zugang zum schnellen Internet.


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