06.06.2014, 14:31 Uhr

Mobiler Laufstall für Kleintiere Erfinder Büld aus Twist kommt ins Fernsehen


Twist. Nicht jeder Tüftler landet mit seiner Erfindung im Fernsehen. Reinhard Büld aus Twist-Schöninghsdorf gehört allerdings zu den wenigen Glücklichen. Denn der von ihm hergestellte mobile Laufstall für Kleintiere hat es in das Erfindermagazin „Einfach genial“ des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) geschafft.

Das Besondere an Bülds Erfindung ist, dass das Tier zwar in einem kleinen Gehege sitzt, sich aber dennoch frei bewegen kann (wir berichteten) . Und das funktioniert so: Indem beispielsweise ein Kaninchen sein Gewicht verlagert, bewegt sich das Gehege, welches wie eine Art Hamsterrad aufgebaut ist. So kann das Kaninchen mit dem Gehege dahin wandern, wo es mehr Gras zu fressen gibt.

Ein Bügel, der an einer Seite des mobilen Stalls angebracht ist, verhindert, dass das Gehege wieder zurückrollt. „Auf diese Weise kann sich das Tier nur in eine Richtung bewegen“, erklärt Büld. Eine gewölbte Platte, die sich oben auf dem Gehege befindet und als eine Art Dach dient, schützt das kleine Tier vor Sonne und Regen.

Bereits im Jahr 2007 hat der passionierte Bastler den mobilen Laufstall erfunden. Drei Jahre später erhielt der gebürtige Twister ein Patent für seine Erfindung. Das mobile Gehege hat auch den MDR überzeugt. „Mein Sohn hat für mich eine Bewerbung an das MDR-Erfindermagazin geschickt. Zehn Tage später kam die Zusage“, erzählt der 57-Jährige. Einen ganzen Tag haben drei Mitarbeiter der Produktionsfirma Maximus Film im heimischen Garten der Bülds verbracht und einen Beitrag über die Erfindung gedreht. Ausgestrahlt wird er am Dienstag, 17. Juni, um 19.50 im MDR.

„Auf die Idee mit dem mobilen Laufstall haben mich meine Enkelkinder gebracht“, sagt Büld. Da seine Enkel damals noch zu klein waren, um das Gehege mit den Kaninchen im heimischen Garten in Schöninghsdorf zu verstellen, wenn sich dort Kötel angesammelt hatten oder der Rasen abgegrast war, musste Büld immer ran. So kam er auf die Idee, ein Gehege zu bauen, das sich selbst verstellt.

Zeit und Geld investiert

Nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld hat der Schöninghsdorfer seitdem in das Projekt investiert. Wie viel Geld genau, möchte er nicht verraten. Nur so viel: „Es handelt sich um eine vierstellige Summe.“ Nun ist es sein Traum, dass der mobile Laufstall serienmäßig produziert wird. Und die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Eine Machbarkeitsstudie der Heidrun Stubbe GmbH , die Innovationsberatung und Patentrecherche betreibt, hat Büld bescheinigt, dass sich eine serienmäßige Produktion seiner Erfindung finanziell lohnen würde.

Um den mobilen Laufstall im Handel verkaufen zu können, muss er allerdings noch weiter angepasst werden. Es gilt, einige tierschutzrechtliche Aspekte zu bedenken. „Das Material, aus dem der Stall bestehen soll, darf zum Beispiel keine schädlichen Stoffe enthalten, da die Tiere an dem Gestell rumnagen können“, erklärt Büld. Deswegen ist er nun auf der Suche nach einem Investor, der das richtige Know-how hat und seine Erfindung in den Handel bringen kann.

Hier erfahren Sie, was ein Züchter aus dem Emsland zu der Erfindung sagt.


Reinhard Büld sucht nach einem Namen für seinen mobilen Laufstall. Haben Sie eine Idee für einen passenden Namen? Vorschläge können per Post an die Redaktion der Meppener Tagespost, Bahnhofstraße 4, 49716 Meppen oder per E-Mail: redaktion@meppener-tagespost.de gesendet werden.

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