20.04.2017, 10:30 Uhr

Vor dem Derby am Sonntag Polizei Oldenburg wendet sich an Fans des SV Meppen

Auf friedliche Unterstützung setzt die Polizei beim Derby zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Meppen. Foto: ScholzAuf friedliche Unterstützung setzt die Polizei beim Derby zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Meppen. Foto: Scholz

Meppen. Die Polizei Oldenburg wendet sich vor dem Derby in der Fußball-Regionalliga zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Meppen am kommenden Sonntag in einem Informationsschreiben an die anreisenden Meppen-Fans. Die Beamten um Einsatzleiter Jürgen Harms appellieren darin unter anderem an die Anhänger, auf die Verwendung von Pyrotechnik zu verzichten.

„Dass das Abbrennen von Pyrotechnik eine Anzeige nach sich zieht, wird bekannt sein“, heißt es in dem Schreiben. Beim Abbrennen von Pyrotechnik würden zwangsläufig und unkontrollierbar unbeteiligte Personen durch Rauch-/Hitzeentwicklung gefährdet. Natürlich habe man Verständnis für den größtmöglichen Support der eigenen Mannschaft, betont die Polizei. Sie fordert dazu auf, die Fans der anderen Mannschaft zu respektieren und Provokationen zu unterlassen, welche Ausschreitungen nach sich ziehen können. Gewalttätige Aktionen werde man nicht zulassen und dem entschieden entgegentreten. Bei körperlichen Übergriffen und Sachbeschädigungen werden die Beamten konsequent einschreiten. Man differenziere, so die Polizei, zwischen friedlichen Fans und Gewalt suchenden/gewalttätigen Personen, „aber nicht nach der Vereinszugehörigkeit.“ Vor, während und nach dem Spiel hält die Polizei den direkten Kontakt zu den Verantwortlichen des SV Meppen. Bei Problemen sollen sich Fans an die Mitarbeiter des Fanprojekts Meppen wenden.

Bahnreisende werden wie im Hinspiel begleitet

Mit dem Zug anreisende Gästefans benötigen vom Hauptbahnhof bis zum Stadion zu Fuß etwa 30 Minuten. „Wie üblich, werden Sie auf diesem Weg von uns begleitet“, teilt die Polizei Oldenburg mit. Das galt auch im Hinspiel für die Anhänger des VfB Oldenburg, die mit der Bahn angereist waren.

Ordnungsdienst kann Zutritt verweigern

Im Stadion sowie auf den unmittelbar angrenzenden Flächen ist für die Gewährleistung der Sicherheit und den reibungslosen Ablauf des Spiels in erster Linie der Ordnerdienst des VfB Oldenburg verantwortlich. Unter bestimmten Voraussetzungen dürften die Ordner laut Schreiben einzelnen Personen den Zutritt zum Stadion verweigern, sie aus diesem verweisen oder Personen nach Straftaten bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Hausordnung gilt

Im Marschwegstadion gilt die Stadion- und Hausordnung. Verboten sind unter anderem das Tragen und Zeigen bestimmter Bekleidungsmarken und das Besteigen und Übersteigen der Zäune. Beim letzten Aufeinandertreffen in Oldenburg am 21. Mai des Vorjahres prügelten sich VfB- und ein SVM-Chaot während der Partie im Innenraum, bis die Polizei und der Ordnungsdienst einschritten.

Anreise- und Parkhinweise

Für die Fans aus Meppen ist der gesamte hintere Parkplatz unter der Autobahn reserviert. Dort soll ausreichend Parkraum bereitstehen. Das Befahren der Straße „Marschweg“ und das Nutzen des vorderen Parkplatzbereichs den Oldenburger ist den Zuschauern und Besuchern des Hallenbades „Olantis“ vorbehalten. Wer außerhalb eines ausgewiesenen Parkplatzes parkt, muss damit rechnen, abgeschleppt zu werden.

Randale nach Hinspiel

Nach dem Hinspiel, das der SV Meppen mit 0:1 verlor, war es zu Auseinandersetzungen gekommen. Trotz des Erfolges ihrer Mannschaft kam es auf dem Rückweg zum Bahnhof immer wieder zu Angriffen einiger der VfB-Chaoten auf Polizeikräfte. Dabei wurden sowohl acht Polizisten als auch Oldenburger verletzt. Bei mehreren Versuchen, die Polizeikette zu durchbrechen, sei getreten und geschlagen worden, teilte Einsatzleiter Klaus Albers von der Polizei Meppen im Anschluss mit. Die Polizei Meppen hat dem VfB Oldenburg Stadionverbote empfohlen. Für das Rückspiel am Sonntag gibt es eine Vielzahl von Betretungsverboten für erkannte Oldenburger und Meppener Störer.

Lager werden strikt getrennt

Unter den 5882 Stadionbesuchern waren nach Schätzungen 450 Oldenburg-Anhänger. Die Polizei hatte 250 Kräfte aufgeboten, um Übergriffe zwischen den Fanszenen Meppen und Oldenburg zu verhindern. Um die Lager voneinander getrennt zu halten, wurden 130 Meppener Anhänger vor dem Spiel geschlossen zur Hänsch-Arena begleitet. Während der Partie war es ruhig geblieben. Nach dem Abpfiff provozierten Meppener Chaoten nach Angaben der Polizei im Bereich der Gästekurve die Oldenburger. Einsatzkräfte der Hundertschaft drängten die Meppener zurück.

Bilanz im Januar

Im Januar gab die Polizei nach Auswertung des Materials bekannt, dass es zwei Fälle von Landfriedensbruch, 14 gefährliche Körperverletzungen, fünf einfache Körperverletzungen, drei Taten gegen das Sprengstoffgesetz, mehrere Bedrohungen, Sachbeschädigungen und einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz gab.

Bereits 500 Meppen-Tickets verkauft

Viele Meppen-Fans werden in Oldenburg erwartet. Wie SVM-Geschäftsstellenleiter Daniel Eiken bestätigte, wurden bereits 500 Gästetickets im Vorverkauf abgesetzt.

Hier finden Sie die Stadionordnung des VfB Oldenburg!


Anreise zum Marschwegstadion des VfB Oldenburg:

Über die B 401 kommend:

Kurz nach dem Ortseingang Oldenburg nach rechts auf die „Hundsmühler Straße“ und an der ersten Möglichkeit nach links auf den „Westfalendamm“.

Nach ca. 2 km an der Ampelkreuzung geradeaus über den „Niedersachsendamm“ hinweg. Hier befinden sich in unmittelbarer Nähe zwei Zufahrten zu

o.g. Parkplatzbereich.

Über die A 31 / A 28 kommend:

In Oldenburg die A 28 weiter in Richtung Bremen/Osnabrück/Oldenburg-Haarentor befahren und die Ausfahrt 13 „Eversten“ nehmen. Hier einordnen in Richtung B 401/Papenburg. Sie befahren nun die „Hundsmühler Straße“ und biegen an der ersten Möglichkeit nach links in die „Bodenburgallee“ ab. Nach ca. 600 m geht es nach links in den „Sodenstich“. Am Ende biegen Sie nach links und sofort wieder nach rechts auf den „Niedersachsendamm“ ein. An der Ampelkreuzung biegen Sie nach links in den „Westfalendamm“. Hier befinden sich in unmittelbarer Nähe die zwei Zufahrten zu o.g.

Parkplatzbereich.

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