09.04.2017, 09:30 Uhr

Meppens mögliche Gegner Mannheim und Elversberg in Relegation gescheitert

Bei Waldhof Mannheim waren die Meppener Dennis Geiger (l.) und Martin Wagner aktiv.  Das Duo hofft, dass der SVM in der Relegation auf den Südwest-Rivalen SV Elversberg trifft. Foto: ScholzBei Waldhof Mannheim waren die Meppener Dennis Geiger (l.) und Martin Wagner aktiv. Das Duo hofft, dass der SVM in der Relegation auf den Südwest-Rivalen SV Elversberg trifft. Foto: Scholz

Meppen. Noch wartet der SV Meppen auf seinen Gegner in der Relegation zur Dritten Liga. Der Spitzenreiter weiß nur, dass er aus dem Südwesten kommt. Nach dem aktuellen Tabellenstand wären es Waldhof Mannheim oder SV Elversberg. Sie haben den Emsländern die Erfahrung in der Relegation voraus. Allerdings scheiterte das Duo im vergangenen Sommer.

Waldhof hat den Schock der Relegationsniederlage gegen die Sportfreunde Lotte im vergangenen Sommer verdaut, bei denen Nico Neidhart, der Sohn von SVM-Trainer Christian Neidhart, spielt. Da verlor Mannheim als Südwest-Meister nach einem 0:0 im Hinspiel daheim vor 22000 Zuschauern mit 0:2. In der Rhein-Neckar-Metropole herrscht aber längst wieder Aufbruchstimmung. Trainer Gerd Dais, der selbst zu besseren Zeiten für Mannheim kickte, gilt als Aufstiegsspezialist. Er formte ein starkes Team.

Zurück in den Profifußball

15 Jahre nach dem Zweitligaabstieg soll endlich die Rückkehr in den Profifußball gelingen. Dazu sollen Verstärkungen in der Winterpause beitragen: Die Abwehrspieler Kevin Nennhuber (Wacker Nordhausen) und Mete Celik (VfB Stuttgart II), der für die türkische U 19 spielt, Mittelfeldakteur Simon Tüting (VfL Osnabrück) und Stürmer Dennis Rothenstein (TSG Neustrelitz).

Die Kurpfälzer haben sich im Wintertrainingslager im türkischen Side offenbar gut vorbereitet. Sie haben den SV Elversberg von der Tabellenspitze verdrängt. Der Vorsprung beträgt aktuell vier Punkte. Jetzt denkt Waldhof-Kapitän Michael Fink sogar darüber nach, seine Karriere im Aufstiegsfall fortzusetzen. Der 35-Jährige hat das Amt vom in der vergangenen Saison zurückgetretenen Hanno Balitsch übernommen. Wie Fink (Mittelfeld, Eintr. Frankfurt, Bor. Mönchengladbach, Arm. Bielefeld, Erzgebirge Aue, Besiktas Istanbul) haben etwa Markus Scholz (Tor, Dynamo Dresden), und Gianluca Korte (Mittelfeld, Eintr. Braunschweig, VfR Aalen) über höherklassige Erfahrung.

14 Torschützen

Mannheim verfügt über ein spielstarkes Team, das die zweitmeisten Tore der Liga erzielt hat (52). Dafür zeichnen 14 verschiedene Schützen verantwortlich. Flügelspieler Ali Ibrahimaj ist der Top-Vorbereiter. Linksverteidiger Hassan Amin war zuletzt mit der Nationalmannschaft von Afghanistan unterwegs. In der Qualifikation zum Asien-Cup traf der 25-Jährige beim 1:1 gegen Vietnam.

SVM-Duo aus Mannheim

Mit Martin Wagner und Dennis Geiger spielen zwei ehemalige Waldhof-Kicker jetzt beim SV Meppen, der Samstag das Relegationsticket löste. Keine Frage, dass die Relegation für sie noch ein bisschen interessanter wird, als für ihre Mitspieler. Wagner lief von 2011 bis 2013 für Waldhof auf, für das er in 67 Partien sieben Tore schoss. Er ist aktueller Mannschaftskapitän beim SV Meppen. Dieses Amt hatte Abwehrrecke Geiger in Mannheim inne, wo er von 2010 bis 2014 in 118 Partien 14 Treffer erzielte. Beide wünschen sich den SV Elversberg als Gegner, damit Meppen und Mannheim gemeinsam aufsteigen können.

Die Mannheimer, die von 1983 bis 1990 in der Bundesliga aufliefen, kennen die Meppener aus gemeinsamen Zweitligazeiten. Dabei kam es zu insgesamt zwölf direkten Vergleichen. Die Bilanz ist bei drei Siegen, sechs Unentschieden und drei Niederlagen ausgeglichen. Die Emsländer haben noch kein Heimspiel gegen Waldhof verloren. Hinzu kommt ein DFB-Pokalspiel. In der Saison 1990/91 gewannen die Meppener das Heimspiel mit 2:0.

2013/14 in der Dritten Liga

Der SV Elversberg scheiterte in der vergangenen Relegation am Nordostvertreter FSV Zwickau, dem ehemaligen Verein von SVM-Winter-Neuzugang Marcel Gebers. Jetzt peilt der SVE, der in der Saison 2013/14 nach einen Relegationssieg gegen 1860 München II drittklassig war, die Rückkehr an.

Ausgerechnet in der entscheidenden Saisonphase haben zwei Spieler ihren Wechsel zum Rivalen 1. FC Saarbrücken bekannt gegeben, bei dem der ehemalige Meppener Alex Hahn spielt: Stammtorwart Daniel Batz und Markus Obernosterer, in der vergangenen Serie bester Vorbereiter der Regionalliga Südwest. Dabei sitzen die Saarbrücker dem Nachbarn noch im Nacken. Eine pikante Situation. Der ehemalige österreichische Juniorennationalspieler Obernosterer sammelte zuvor beim VfB Stuttgart II Drittliga-Erfahrung.

Die beste Abwehr der Liga

Elversberg, das an Gegentoren (18) gemessen, über die beste Abwehr der Liga verfügt, startete als Spitzenreiter in die Rückrunde, musste aber mittlerweile Waldhof Mannheim passieren lassen. Der Vorsprung vor Steinbach beträgt acht Punkte, vor Saarbrücken neun Zähler. Allerdings hat Saarbrücken zwei Spiele weniger ausgetragen.

Cheftrainer Michael Wiesinger, auch für Bayern München spielte, war 2013 Trainer beim 1. FC Nürnberg. Sein Vertrag in Elversberg verlängert sich im Aufstiegsfall automatisch. Der 44-Jährige hat in der Winterpause Verstärkung für seinen Kader erhalten: Der 23-jährige Nico Dobros kam auf Leihbasis vom Drittliga-Schlusslicht SC Paderborn. Er kann auf beiden Außenbahnen spielen. Ebenfalls auf Leihbasis wurde der 24-jährige Simon Handle, der auch auf den Außenbahnen aktiv ist, vom Zweitligisten Aue geholt. Dritter im Bunde ist der 27-jährige Österreicher Marco Kofler. Aus der eigenen zweiten Mannschaft ist Innenverteidiger Tim Hall zum Regionalligakader gestoßen.

Über höherklassige Erfahrung verfügen Torwart Daniel Batz (SC Freiburg), die Abwehrspieler Thomas Birk (Erzgebirge Aue), Leandro Grech (VfR Aalen, Erzgebirge Aue), Aaron Berzel (Darmstadt 98), die Mittelfeldakteure Jan Washausen (Eintr. Braunschweig), Maximilian Oesterhelweg (VfR Aalen), Milan Ivana (Darmstadt 98), Matthias Cuntz (Karlsruher SC) sowie Stürmer Edmond Kapllani (FC Augsburg, Karlsruher SC, FSV Frankfurt, TuS Koblenz). Die gefährlichsten Schützen sind Maximilian Oesterhelweg (14) und Kapllani (13).


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