24.11.2016, 16:54 Uhr

Freitag in Braunschweig Alternativen machen den SV Meppen stark

Effektiv vor dem gegnerischen Tor: Max Kremer, der sechs Saisontreffer erzielte, ist die Alternative des SV Meppen für Marius Kleinsorge. Foto: ScholzEffektiv vor dem gegnerischen Tor: Max Kremer, der sechs Saisontreffer erzielte, ist die Alternative des SV Meppen für Marius Kleinsorge. Foto: Scholz 

Meppen. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Marius Kleinsorge beim ersten Rückrundenspiel des SV Meppen am Freitag um 19 Uhr bei Eintracht Braunschweig II. „Aber wir haben Alternativen“, sagt Trainer Christian Neidhart. Genau das macht den Spitzenreiter diese Saison so stark.

Der siebenfache Torschütze Kleinsorge zählt zu den auffälligeren Akteuren im Meppener Team. Er steht für den blau-weißen Tempofußball und bildet mit Mirco Born die Flügelzange, die schon einige Gegner in Verlegenheit gestürzt hat. Der Angreifer musste nach einem rüden Foul im Heimspiel gegen Lupo Martini Wolfsburg mit Bänderproblemen ausgewechselt werden. Der 21-Jährige konnte bis Mittwoch nur eine Laufeinheit absolvieren, steht aber im Kader. Immerhin gibt es beim Mittelfeldspieler Thilo Leugers Entwarnung. Der Andervenner ist also Freitagabend auf dem Nebenplatz des Eintracht-Stadions dabei.

Kremer effektiv

Für Kleinsorge könnte Max Kremer in die Startelf rücken. Ein anderer Spielertyp, aber ebenfalls torgefährlich. Der 27-Jährige hat in dieser Serie bei nicht einmal 500 Einsatzminuten sechs Tore geschossen. Damit ist er ein Ausbund an Effektivität. Bei 89 Pflichtspielen für den SVM erzielte Kremer 42 Treffer. „Max hat gut trainiert“, betont Neidhart.

Qualität im Kader

Der Trainer weiß, wie gut die Qualität im Kader ist. Das spüren zurzeit mehrere Akteure: Den Part von Sebastian Schepers auf der linken Seite hat zuletzt David Vrzogic übernommen, der seine Chance nutzte, als der Harener ausfiel. Der Trainer sieht wenig Bedarf, das zu ändern. Das gilt auch für Patrick Posipal und Menno Heerkes: Zunächst hatte Heerkes die Nase vorn, aber Posipal empfahl sich bei seinen Einsätzen.

„Jeder ist wichtig“

„Wer in die Mannschaft kommt, hat Qualität. Das macht uns stark“, betont Neidhart, der aber auch gerade mit den Akteuren spricht, die nicht erste Wahl in der Startelf sind. „Jeder ist auf seiner Position wichtig.“ Das versucht er den Fußballern zu vermitteln. Wie etwa Thorben Deters, den er zum Kreis der 16 Regionalliga-Spieler zählt, „auf die wir setzen“, der aber diese Serie zwölfmal eingewechselt wurde. Deters schoss ein Tor und bereitete bei Hannover 96 II den Born-Treffer zum 3:1 vor.

Hoges Premiere in Hannover

Nur zu einem Einsatz in Hannover kam der vom JLZ Emsland zum Kader gestoßene Jonas Hoge. Die Regionalliga-Premiere inklusive Feierstunde im Trikot mit den Fans war ein Erlebnis für den 19-Jährigen. „Er ist geduldig, kann die Situation einschätzen. Wir würden gern mit ihm weitermachen“, sagt Neidhart.

Positive Stimmung

Für den Coach ist aber auch entscheidend, dass die Spieler sich als Mannschaft sehen. Denn die ist für den Erfolg wichtig. „Jeder gönnt es dem anderen“, beschreibt er die positive Stimmung.

Erster Eintracht-Heimsieg

In Braunschweig erwartet der SVM eine schwere Aufgabe. Im Team von Henning Bürger, das SVM-Ko-Trainer Mario Neumann bei der unglücklichen Niederlage gegen Wolfsburg II beobachtete, stehen häufig Akteure aus dem Profikader. Allein schon, weil Torsten Lieberknecht, der Coach der Ersten, die die Zweite Liga anführt, oft auf die Rotation setzt. Mit Deniz Dogan, dem Bruder des Ex-Meppeners und jetzigen Trainers von Sparta Werlte Hüseyin Dogan, führt ein erfahrener Kämpe die Riege der Talente an. Vor nicht einmal zwei Wochen gelang den Nachwuchs-Löwen der erste Heimsieg gegen Drochtersen/Assel.

Punkte-Hunger

„Wir beschäftigen uns aber eher damit, was uns stark macht“, erklärt der gebürtige Braunschweiger Neidhart. Denn der Punkte-Hunger der Meppener ist noch längst nicht gestillt. Am liebsten würden sie ihren Vorsprung weiter ausbauen. Da helfen nur weitere Erfolgserlebnisse.


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