20.05.2011, 19:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Bajric wieder fit SVM will weiter „am Rad drehen“: In Ottersberg Wiedersehen mit dem Ex-Meppener Mahmut Aktas


Meppen. Die Heimspiele gegen Emden und Oldenburg vor Augen, die Auswärtspartie am Sonntag ab 15 Uhr beim TSV Ottersberg vor der Brust: Meppens Trainer Johann Lünemann will keine frühzeitige Ablenkung dulden und zieht sich auf eine alte Fußballer-Weisheit zurück: „Das nächste Spiel ist immer das schwerste.

Das weiß auch der Sportliche Leiter Rainer Persike: „Wir können Sonntag die Grundlage schaffen, dass das Interesse nächste Woche noch größer wird“, blickt er voraus. „Wir müssen erst unsere Hausaufgaben machen“, fordern Lünemann und Persike unisono. Wenn das wie erhofft gelingt, haben die Emsländer im Titelkampf weiter alles selbst in der Hand. „Wir wollen das Glück nicht herausfordern, sondern selbst am Rad drehen“, drückt es der Trainer aus.

Dabei warnt Lünemann ausdrücklich davor, Gegner wie Ottersberg zu unterschätzen. „Die Tabellenführung muss man sich in jedem Spiel verdienen, nicht nur gegen Emden und Cloppenburg, sondern auch gegen Uelzen und Ottersberg.“ Am vergangenen Wochenende verdienten sich die Meppener den Platz an der Sonne, weil sie ihre Aufgabe lösten, Emden (gegen Hannover) und Cloppenburg (in Langenhagen) jedoch nicht. Ein Beleg für den SVM-Trainer, wie schnell sich die Situation ändern kann. „Man darf die Flinte nicht zu früh ins Korn werfen.“

Um gut gerüstet zu sein, haben Lünemann und Torwarttrainer Gerard de Vries den TSV am Mittwoch beim 0:2 gegen Oldenburg genau unter die Lupe genommen. Ohne einige Stammkräfte machte Ottersberg in der zweiten Hälfte viel Druck. Auffälligster Akteur im Team von Trainer Axel Sammrey ist Mittelfeldregisseur Mahmut Aktas. „Oberliga-Spitzenklasse“, beschreibt Lünemann die Qualität des 30-Jährigen, den er aus gemeinsamer Zeit in Ihrhove kennt. Aktas war vier Jahre auch für den SV Meppen im Einsatz. Mit dem TSV will er sich sicherlich auch für die 0:6-Hinspielklatsche revanchieren.

Lünemann erwartet eine hoch konzentrierte Meppener Mannschaft. „Es geht um alles“, macht er deutlich, wie entscheidend jede einzelne der letzten sechs Partien ist. Mit Emir Bajric, der seit Wochenbeginn wieder trainiert, steht eine weitere Alternative zur Verfügung. Über die Aufstellung will Lünemann kurzfristig entscheiden.

Für Persike ist wichtig, dass die Mannschaft „locker, aber nicht nachlässig“ ins Spiel geht. „Wir dürfen nicht verkrampfen“, soll der Druck von innen und außen nicht noch größer werden.


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